Wird die Veloroute 5 aufgehübscht?

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Die GAL-Abgeordneten Michael Schilf (links) und Martin Bill wollen, dass auf der vierspurigen Straße auch Platz für Radfahrer gemacht wird. Die Strecke sei breit genug und auch nicht sehr stark frequentiert. Foto: Lublow
 
Martin Bill von der GAL-Fraktion Hamburg-Nord zeigt auf das Einbahnstraßenschild in der Poppenhusenstraße: Bisher dürfen Radfahrer nicht in die gegenläufige Richtung fahren, obwohl sie Teil der Veloroute 5 ist. Foto: Lublow

Grüne beantragen Verbesserung der Radwege

Von Sylvana Lublow
Barmbek. In Hamburg gibt es 14 festgelegte Fahrradrouten (Velorouten), von denen 13 aus allen Teilen der Stadt in die City führen – so auch die Fahrradroute Nummer 5. Sie beginnt in Duvenstedt, führt durch Poppenbüttel, die Bramfelder- und die Saseler Chaussee entlang, quer durch Barmbek und endet in der Innenstadt. Diese Routen sollen einen zügigen und sicheren Weg durch Hamburg für Radfahrer gewährleisten. Doch noch sind nicht alle Routen optimal dafür ausgelegt.
Für Barmbek hat die GAL-Fraktion Nord auf dem letzten Regionalausschuss Barmbek-Uhlenhorst-Hohenfelde-Dulsberg beantragt, die Veloroute 5 aufzuwerten. Der Antrag beinhaltet drei Punkte: In der Poppenhusenstraße, die eine Einbahnstraße ist, soll nach dem Rückbau der Ersatz-Bushaltestellen der gegenläufige Radverkehr freigegeben werden. Denn auch hier führt die Veloroute 5 durch, allerdings nur in eine Richtung. „Die Straße ist breit genug. Ohne die Freigabe ist es nicht möglich, direkt vom Bahnhof in die Reesestraße zu gelangen“, sagt Martin Bill, Bezirksabgeordneter der GAL-Fraktion. Die Veloroute kann demnach nicht ohne Unterbrechung befahren werden. Der zweite Punkt des Antrags behandelt die schlechte Radweg-Situation auf der Hufner- und der Reestraße (zwischen Poppenhusen- und Brucknerstraße). „Hier ist ein Radfahrstreifen auf der Fahrbahn notwendig“, so Bill. Bislang sind an diesem Abschnitt Schilder angebracht, die es den Radfahrern nicht erlauben, die Fahrbahn zu benutzen. „Doch diese Schilder werden jetzt von der Polizei entfernt, weil die vorhandenen Radwege teilweise zu schmal, kaputt und uneben sind“, erklärt GAL-Abgeordneter Michael Schilf, der selber täglich auf dieser 769 Meter langen Strecke mit dem Rad unterwegs ist. Sobald die Schilder entfernt sind, dürfen die Radfahrer die vierspurige Straße benutzen. Die Aufhebung der Radwege-Benutzungspflicht haben die Grünen zum Anlass genommen, das Thema wieder aufzugreifen. Um die Sicherheit der Radler zu gewährleisten, sei eine Radfahrerspur jedoch nötig. „Das wäre übrigens auch viel günstiger, als neue Radwege zu bauen“, so Schilf. Außerdem ist die Route nicht sehr stark frequentiert: Durchschnittlich fahren hier täglich 12.900 Kraftfahrzeuge entlang. „Andere vierspurige Hauptverkehrsstraßen werden von mehr als 40.000 Fahrzeugen frequentiert. Hier sind es also verhältnismäßig wenige“, sagt Martin Bill.
Darüber hinaus beantragen die Grünen noch die Umprogrammierung der Ampel an der Weidestraße. „Die Ampel muss dem Radverkehr angepasst werden, denn Radfahrer brauchen länger als Autos, um die Kreuzung zu räumen“, erklärt Schilf.
Es laufen derzeit viele Anträge bezüglich des Radverkehrs in Barmbek. „Alle haben die Probleme erkannt. Es scheitert aber an der Umsetzung“, so Schilf. Der Verkehrsraum ist begrenzt und müsse gerecht aufgeteilt werden. „Da gibt es aber immer wieder Konflikte“, so der Grüne.
Er verlangt von der Bezirksversammlung, endlich Farbe zu bekennen und die Radweg-Probleme in Barmbek in Angriff zu nehmen. (sl)
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