30 Jahre im Einsatz

Anzeige
Karin Riedel-Stümpel leitete 30 Jahre lang den AWO-Aktiovtreff Winterhude, die frühere Altentagesstätte Winterhude-Nord. Foto: Hanke/hfr

Karin Riedel-Stümpel: 60 Wochenstunden Seniorenarbeit

Hamburg-Nord. Am Anfang hatte sie große Zweifel, ob sie, eine mitten im Leben stehende Frau, älteren Menschen etwas Sinnvolles zu tun anbieten könne, ob die sie überhaupt akzeptieren würden. Karin Riedel-Stümpel war gerade 41 Jahre alt, als sie 1982 die Leitung der neu eröffneten Altentagesstätte Winterhude-Nord an der Alsterdorfer Straße 43-45 übernahm. Bislang hatte sich die Mutter zweier Söhne nur mit Kindern und Jugendlichen beschäftigt, als Jugendgruppenleiterin bei den „Falken“ in Finkenwerder, als Vorsitzende eines Spielplatzfördervereins in Fuhlsbüttel und vor allem natürlich mit den eigenen Kindern. Inzwischen sind 30 Jahre daraus geworden. Die einstmals jüngste ehrenamtliche Leiterin einer Altentagesstätte der Arbeiterwohlfahrt (AWO) Hamburg, ist eine erfahrene Jubilarin geworden. Die Zaghafte in Sachen Seniorenarbeit wurde „eine Fachfrau in der offenen Altenhilfe“, so die AWO in einer Würdigung. Sie hat sich reingekniet in die Arbeit mit den Älteren und ihren eigenen Stil gefunden, der geprägt ist durch Offenheit, Aktiv sein, „Miteinander statt Gegeneinander“. 1993 schlug sich Karin Riedel-Stümpels neue Linie auch im Namen der Altentagesstätte nieder, die in „AWO-Aktivtreff Winterhude“ umbenannt wurde. Kurs um Kurs erweiterte sie das Programm für die Senioren und schonte sich dabei nicht. 60 Stunden in der Woche umfasste ihr ehrenamtlicher Einsatz mitunter. Ende diesen Jahres muss die nun 70-jährige ihrem großem Engagement Tribut zollen.
Was hat sich geändert in der Lebensart der älteren Menschen, seit sie die Leitung übernahm? „Sie sind selbstständiger, aktiver geworden. Früher kamen viele Besucherinnen und Besucher nur, um zusammenzusitzen und zu klönen.
Heute belegen die älteren Leute ganz gezielt bestimmte Kurse und gehen in Veranstaltungen. Die Kurse sind voll. Aber Gespräche, auch zwischen den Mitarbeitern, haben abgenommen. Insgesamt kommen weniger Besucher. Für einige sind die Angebote zu teuer geworden“, sagt Karin Riedel-Stümpel, die sich nun wieder den Kindern, ihren Enkeln, widmen kann. Sie ist schon fünffache Großmutter. (ch/hfr)
Anzeige
Anzeige
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.
Anzeige
Anzeige