Anwältin zweigte Geld ab

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Anwältin soll sich wegen Untreue vor Gericht verantworten Symbolfoto: thinkstock

Als Betreuerin von alter Dame 4.688 Euro aufs eigene Konto überwiesen

Wandsbek/Barmbek Die Entschuldigung war dreist. Die Barmbeker Rechtsanwältin Sabine R. (60) sollte sich wegen Untreue vor dem Amtsgericht Wandsbek verantworten. Doch die angeklagte Anwältin erschien nicht. Am Abend vor dem angesetzten Termin hatte sie eine E-Mail an das Gericht geschickt. In der Mitteilung hieß es: „Es tut mir leid. Habe gerade erst bemerkt, dass ich an dem Verhandlungstag einen wichtigen Termin in Stuttgart habe. Deswegen bitte ich um eine Verschiebung der Verhandlung.“
Dabei sind die Vorwürfe der Staatsanwaltschaft gegen die Rechtsanwältin heftig. Als gerichtlich eingesetzte Betreuerin für eine 76-jährige Rentnerin soll Sabine R. Gelder in Höhe von insgesamt 4.688,60 Euro, die der alten Dame zustanden, auf ihr eigenes Girokonto überwiesen haben. Die Reaktion von Gericht und Staatsanwaltschaft auf die „Entschuldigung“ der Angeklagten waren deftig: Sabine R. soll ein Bußgeld von 12.000 Euro an die Staatskasse zahlen. Sollte sie diesen Bußgeldbescheid nicht akzeptieren, kommt es doch noch zum Prozess. In diesem Fall sollte Sabine R. doch besser vor Gericht erscheinen. (je)
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