Im Fahrstuhl gefangen

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Eine 49-jährige Frau steckte im Fahrstuhl fest Symbolfoto: wb

Geschädigte will Anzeige erstatten

Barmbek Eine Barmbekerin erlebte kürzlich einen persönlichen Albtraum. Gegen 18 Uhr wollte sie mit dem Fahrstuhl vom Erdgeschoss zur ihrer Wohnung in die 4. Etage fahren. Zwar schloss sich die Tür, doch bewegte sich die Kabine nicht. Nach einigen Minuten betätigte die erschrockene Frau den Notknopf, worauf sich über den Lautsprecher eine weibliche Stimme meldete und nach Schilderung der Sachlage sagte, in etwa 20 Minuten käme ein Techniker vorbei. Nachbarn, die das Missgeschick mitbekamen, versuchten die Tür von außen zu öffnen. Erfolglos. Abermals betätigte die „Gefangene“, die unter Asthma leidet und langsam in Panik geriet, den Notknopf, worauf ihr geantwortet wurde, man habe sie beim ersten Alarm nicht richtig verstanden und deshalb bislang keinen Mitarbeiter geschickt. Die Bitte, für einen Krankenwagen zu sorgen, ignorierte die Frau in der Zentrale. Einige Zeit später ging plötzlich das Licht im Fahrstuhl aus. Die 49-Jährige, die zwischenzeitlich einen leichten Asthmaanfall erlitten hatte, begann zu weinen und betätigte in der Folge noch mehrfach den Notknopf, ohne dass es eine Reaktion gab.
Schließlich kam der Techniker. Die Frau bat ihn aus ihrem Gefängnis heraus andere Nachbarn zu informieren, worauf der Mann ihr aus dem Treppenhaus entgegnete: „Jetzt ist aber Ruhe.“ Kurz darauf fuhr der Fahrstuhl bis in die 6. Etage, und die bedauernswerte Barmbekerin konnte endlich aussteigen. Sie begab sich ins Erdgeschoss, doch war der Handwerker bereits verschwunden. Die Geschädigte erstattete Anzeige wegen unterlassener Hilfeleistung. (th)
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