BU wieder in der Oberliga

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So sehen Aufsteiger aus! Nach dem Schlusspfiff wurde trotz der Niederlage kräftig gefeiert.

Mannschaftsfeier trotz Heimspiel-Niederlage

Barmbek. Sicher hätten die Kicker des Landesligisten HSV Barmbek-Uhlenhorst ihren treuen Fans im letzten Heimspiel gerne noch einmal einen Sieg beschert. Doch beim neuen Meister, der bereits eine Woche zuvor als Aufsteiger in Hamburgs höchste Spielklasse feststand, war die Luft nach der langen Kräfte zehrenden Saison irgendwie raus. 0:1 hieß es am vergangenen Sonntag vor über 200 Zuschauern im bedeutungslosen Spiel gegen den SC Schwarzenbek, eine Niederlage, über die keiner wirklich böse war. Nach Spielschluss wurde trotzdem ausgiebig gefeiert.
In der ersten Halbzeit besaßen die Gäste mehr Spielanteile, während bei den Barmbekern wenig zusammen lief, ein Fehlpass dem anderen folgte, und man das gegnerische Tor nie in Gefahr bringen konnte. Höhepunkt der ersten Halbzeit war das 1:0 des Gegners in der 33. Minute, erzielt von Alexander Gierke, der aus 17 Metern traf. Nach dem Seitenwechsel lief es bei den Gastgebern zwar etwas besser. Man bestimmte jetzt das Geschehen, doch sprang dabei nur eine Torchance heraus, ein Kopfball von Markus Hasenpusch, den Schwarzenbeks Keeper Henning Bindzus parieren konnte (77.). Meisterschaft und Aufstieg waren vor Saisonbeginn das erklärte Ziel der Barmbeker. Dazu wurden einige neue Spieler geholt, um die Mannschaft punktuell zu verstärken (Bülent Arlioglu, Kevin Mellmann, Obaidulla Karimi, Jonas Schwenke). Und die Barmbeker legten den erhofften Start nach Maß hin, gewannen nicht weniger als elf Partien in Folge. Dass die Meisterschaft dennoch kein Spaziergang werden würde, begann sich am
12. Spieltag abzuzeichnen, als man beim hartnäckigsten Verfolger Rahlstedter SC trotz weitaus mehr Ballbesitzes und guter Chancen mit 1:2 den Kürzeren zog. Enttäuschende Ergebnisse gab es auch in den beiden folgenden Partien, die gegen Altenwerder und Schwarzenbek verloren wurden. „Auch diese Niederlagen waren völlig überflüssig“, so Trainer Frank Pieper. „Wir waren das bessere Team, haben die Gegentore durch individuelle Fehler kassiert.“ So entwickelte sich in der Folge ein Kopf-an-Kopf-Rennen zwischen BU und dem Rahlstedter SC, der im Rückspiel hoch verdient durch ein Eigentor und einen Treffer von Hasenpusch 2:0 bezwungen wurde, nachdem man am Wochenende zuvor noch 0:3 bei Türkiye verloren hatte. Doch dauerte es noch eine Woche, ehe die Barmbeker den Aufstieg mit einem 4:0-Sieg bei Altenwerder perfekt machten. „Meine Mannschaft hat während der gesamten Saison fast immer überzeugt, spielerische Akzente gesetzt, ihre Laufbereitschaft und Disziplin in die Waagschale geworfen“, ist Trainer Frank Pieper voll des Lobes über seine Truppe. „Wir haben immer versucht auf Sieg zu spielen und nicht auf die Fehler der anderen gewartet. Unser Kader ist sehr ausgeglichen besetzt. Ausfälle und Einwechslungen bedeuteten nie eine wirkliche Leistungseinbuße.“ Zwei Kicker haben Frank Pieper besonders gefallen, Markus Hasenpusch, der mit seinem 37 Jahren eine Supersaison hinlegte und 17 Tore erzielte, aber leider seine Fußballstiefel an den Nagel hängt, und Youngster Cassian Borkowski, ein Kicker aus der A-Junioren-Landesliga, mit seiner äußerst positiven Entwicklung.
Letzter Saisongegner von BU ist auswärts der VfL Lohbrügge (Hinspiel 5:1). (th)
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