Der Wiederaufstieg in Hamburg rückt näher

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Trainer Holger Bockelmann (l.) und Kapitän Per Jonas Becker sind bereit für den Wiederaufstieg Foto: th

HGHB-Handballer gewinnen zehntes Spiel in Folge

Von Thomas Hoyer
Hamburg. Die Handballer der HG Hamburg-Barmbek sind auch im neuen Jahr nicht zu stoppen. Das Team von Trainer Holger Bockelmann gewann bei TuS Aumühle-Wohltorf mit 30:28 und konnte sich damit für die im Hinspiel erlittene Niederlage revanchieren, die bislang einzige in dieser Saison.
Gegen Aumühle-Wohltorf tat sich der Spitzenreiter der Hamburg-Liga allerdings zunächst schwer und geriet schon nach wenigen Minuten 3:8 ins Hintertreffen. In der Folge fand das Team dann aber besser in die Partie, holte Tor um Tor auf und führte bis zur Pause 18:15. Nach dem Seitenwechsel war es ein Duell auf Augenhöhe, das die HGHB schließlich ohne Glanz mit 30:28 gewann. Ein starkes Spiel lieferte Kreisläufer Robin Morgner, mit sieben Treffern bester Torschütze

Nach Abstieg Favorit

Die Barmbeker sind ihrer Favoritenrolle nach dem Abstieg aus der Oberliga Hamburg–Schleswig Holstein bisher gerecht geworden, obwohl mit Kapitän Lars Zimmermann, Jörg Bockelmann, Oke Hagen und Torhüter Marco Kaning vier erfahrene Akteure von Bord gegangen waren und mit dem deckungsstarken David Niklas Emmel nur ein neuer Spieler ins Team rückte. Jonas Pipke, der aus der eigenen zweiten Mannschaft kam, dort Torschützenkönig war, steht aufgrund einer kurzfristig in Wolfsburg begonnenen Ausbildung nicht mehr zur Verfügung. Das Team von Trainer Holger Bockelmann führt zwar überlegen mit 26:2 Punkten die Tabelle vor dem TSV Fischbek (21:7) an, doch nach zwei Siegen zum Saisonauftakt musste man sich TuS Aumühle-Wohltorf 29:31 geschlagen geben. Dabei boten die Barmbeker, die zur Pause bereits mit sieben Toren geführt hatten, in der zweiten Halbzeit eine enttäuschende Vorstellung. Offenbar ein Weckruf genau zum richtigen Zeitpunkt, denn anschließend wurden bis Ende des Jahres alle neun Partien gewonnen, darunter ein großartiger 36:26-Erfolg über Verfolger SG Hamburg II, die bislang beste Leistung von Kapitän Per-Jonas Becker und seinen Mitstreitern.
471 Tore in einer Saison
Die Stärke der Truppe liegt in ihrem ausgeglichen besetzten Kader. Das Spiel ist nicht auf einen überragenden Torschützen wie bei anderen Teams zugeschnitten, was sich daran zeigt, dass die Mannschaft zwar mit 471 Treffern die meisten Tore erzielt hat, doch die erfolgreichsten Werfer Per Jonas Becker 73 (davon 27 Siebenmeter), Hendrik Meyn (64) und Kreisläufer Robin Morgner (57) sind in der Gesamttorschützenliste der Hamburg-Liga nicht auf den vordersten Plätzen zu finden sind. Mit bislang 358 Treffern stellt die HGHB auch beste Abwehr, wobei sich besonders ausgezahlt hat, dass die Mannschaft verschiedene Deckungssysteme spielen kann. Das einzige Manko im bisherigen Saisonverlauf sieht Obmann Jürgen Hitsch darin, dass seine Truppe fast nie die gesamten 60 Minuten überzeugen konnte. Bestes Beispiel dafür war die letzte Partie des vergangenen Jahres, die man trotz 24:9-Halbzeitführung gegen Halstenbek-Rellingen am Ende „nur“ mit 36:20 gewann. Erstmals zum Einsatz in diesem Spiel kam Rechtsaußen Jacek Tomala, der kurz zuvor vom SBC Traunstein zur HGHB gewechselt war. „Ein Linkshänder, der bisher einen sehr guten Eindruck gemacht hat und eine Verstärkung werden könnte“, erklärt Jürgen Hitsch, der sich trotz der souveränen Tabellenführung darüber im Klaren ist, dass der Weg bis zum angestrebten Wiederaufstieg in die Oberliga Hamburg/ Schleswig-Holstein noch steinig werden kann: „Bei acht ausstehenden Spielen sollten wir uns nicht allzu sehr in Sicherheit wiegen. Das wäre gefährlich.“

Nächster Gegner ist an diesem Sonnabend TuS Esingen (17 Uhr, Halle Margaretha-Rothe-Gymnasium)
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