Elf Eier ins Nest gelegt

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Soner Sarimehmetglu (r.) versucht sich gegen zwei Gegenspieler zu behaupten. Eine Szene aus der Partie gegen den SC Sternschanze Foto: Thomas Hoyer
 
Trainer Benjamin Schmidt ist seit Ende Oktober 2016 Trainer des SVB Foto: Hoyer

SV Barmbek verliert trotz hartem Kampf seine Nachholspiele mit 3:9 und 1:2

Von Thomas Hoyer
Barmbek
Sicherlich weitaus mehr versprochen hatten sich die Kicker des SV Barmbek von ihren beiden über Ostern ausgetragenen Nachholspielen in der Kreisklasse A8. Nachdem das Team von Trainer Benjamin Schmidt am Karfreitag auf eigenem Platz gegen den Tabellendritten GW Eimsbüttel II gleich mit 3:9 unter die Räder gekommen war, musste man sich auch im zweiten Heimspiel der „Vierten“ des SC Sternschanze“ etwas unglücklich mit 1:2 geschlagen geben. Die hohe Niederlage gegen Eimsbüttel spiegelt allerdings nicht ganz den tatsächlichen Spielverlauf wieder, vor allem was die zweite Halbzeit betrifft. Zwar lag der SVB zur Pause bereits 0:3 im Hintertreffen, hatte dem Gegner bis dahin viel zu viel Platz gelassen, doch dann berappelte sich die Mannschaft, agierte überlegen und kam durch Tore von Thees Schümann, Abdullah Shirdel und Soner Sarimehmetglu bei einem weiteren zwischenzeitlichen Gegentreffer auf 3:4 heran. Als der Ausgleich in der Luft lag - Scherwin Bashardoust vergab zwei gute Chancen - gelang den Gästen der fünfte Treffer. Anschließend setzten die Barmbeker noch einmal alles auf eine Karte, mussten sich dabei aber noch viermal auskontern lassen.

Aufregung in der 33. Minute


Besser begann die Partie gegen den Tabellennachbarn SC Sternschanze. In der 7. Minute bestrafte der SVB einen krassen Fehler des Gästetorwarts, der eine von Soner Sarimehmetglu auf den kurzen Pfosten getretene Ecke durch die Hände rutschen ließ. Ilker Uguroglu staubte zum 1:0 ab. In der Folge entwickelte sich eine relativ ausgeglichene Partie. Barmbeks Torwart Ingo Colja, von Hause aus ein Feldspieler, der einspringen musste, da die beiden etatmäßigen Keeper Kim Prell und Evren Morkan verletzt ausfielen beziehungsweise nicht zur Verfügung standen, konnte eine gute Schusschance des Gegners per Fußabwehr zunichte machen (10.). Große Aufregung dann in der 33. Minute, als der junge Schiedsrichter eine klare Abseitsstellung von drei Spielern der Gäste übersah, von denen sich einer völlig blank mit dem Ausgleich bedankte. Die letzte Chance des ersten Durchgangs besaßen die Barmbeker, als Bashardoust auf Rechtsaußen gleich mehrere Gegenspieler vernaschte, seine Hereingabe aber in letzter Sekunde zur Ecke geklärt werden konnte (37.).

Druck nach Wechsel


Nach dem Seitenwechsel versuchten die ersatzgeschwächten Barmbeker, die keinen Auswechselspieler auf der Bank hatten und während der ersten Minuten nur zu Zehnt auf dem Platz standen, Druck aufzubauen. Nach einer Ecke von Sarimehmetglu köpfte Shirdel Sternschanzes Torwart den Ball genau in die Arme (57.). Einen Kopfball von Burak Aldemir nach einer weiteren Shirdel-Ecke konnte der Schlussmann der Gäste mit den Fingerspitzen an die Latte lenken (65.). Sternschanze kam in der Folge mehrfach gefährlich vor das SVB-Gehäuse, benötigte aber schließlich einen Elfmeter für den Siegtreffer (84.). Der Unparteiische hatte nach Foul des bereits verwarnten Adnan Hodzic, der dafür Gelb-Rot sah, auf den Punkt gezeigt. „Unter dem Strich haben wir keine schlechte Partie gezeigt, obwohl im Spielaufbau einiges nur Stückwerk blieb. Besonders ärgerlich war die Fehlentscheidung, die zum Ausgleich führte“, so SVB-Trainer Schmidt. „Bei uns herrscht ein extrem guter Teamgeist, jetzt gilt es die Saison sauber zu Ende zu spielen, um in der kommenden Serie mit Verstärkungen neu anzugreifen.“
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