Entscheidung durch Nervenkrieg

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Die zweite Mannschaft der Sophienschule spielte ein unerwartet starkes Turnier.

9. Sophiencup sah viele Neunmeterschießen. Ein Zeichen für die EM?

Barmbek. Unter der Schirmherrschaft von Erzbischof Dr. Werner Thissen fand am vergangenen Sonnabend auf den beiden Kunstrasenplätzen am Langenfort der diesjährige Sophien-Cup statt, das beliebte, bereits zum neunten Mal ausgetragene Fußballturnier für katholische Schulmannschaften.
Die gastgebende Sophienschule konnte diesmal 34 Teams aus 14 Hamburger Schulen begrüßen, die in vier Altersklassen um den Sieg und oder zumindest eine gute Platzierung kämpften. Nach kurzen Eröffnungsreden von Staatsrat Volker Schiek, Dirk Fischer, Präsident des Hamburger Fußball-Verbandes, und Erzbischof Dr. Werner Thissen, der als Schirmherr höchst persönlich mit einem Mittelanstoß den Startschuss für die diesjährige Veranstaltung gab, konnte es losgehen. Für die Gastgeber das Signal auf Torejagd zu gehen. Die erste Mannschaft, zu der neun Kicker zählen, ausnahmslos Vereinsspieler von Urania, Paloma, VfL 93 UH/Adler und dem Bramfelder SV, dominierte gegen die Domschule von Beginn klar und landete am Ende einen 4:0-Sieg, zu dem Tony Debrah zwei Treffer besteuerte. Beim anschließenden 7:0-Erfolg über die „Zweite“ der Katholische Schule Farmsen traf Noel Denis dreimal. Keeper Steven Rylski wurde nicht geprüft. Zwar verlor man das dritte Gruppenspiel 0:1, doch war der Einzug ins Viertelfinale perfekt. Dort besiegten die jungen Barmbeker „Farmsen I“ mit 1:0. Durch ein Tor von Tony Debrah, der einen Alleingang von der Mittellinie erfolgreich abschloss. Das Halbfinale, in dem man auf den späteren Sieger, die Schule Bonifatius am Weiher traf, verlief ausgeglichen und stand am Ende 0:0, so dass ein Neunmeterschießen entscheiden musste. Dort zogen die Sophienkicker mit 0:2 den Kürzeren. Jermaine Owusu-Ansah und Tony Bobbrey konnten das Leder nicht im gegnerischen Gehäuse unterbringen. Auch im Neunmeterschießen um den dritten Platz gegen die Katholische Schule St. Joseph hatten die gegnerischen Schützen mehr Zielwasser getrunken, gewannen 3:2. „Nach Rang zwei im vergangenen Jahr wollten wir diesmal eigentlich gewinnen“, so Michael Otto, zusammen mit Helmut Boveland und Ralf Fuhrmann, Organisator der gelungenen Veranstaltung, der die Mannschaft einmal in der Woche ehrenamtlich trainiert. „Wir haben uns aber gut verkauft. Im Neunmeterschießen auszuscheiden – das kann jedem passieren.“
Im wahrsten Sinne des Wortes gut in Schuss präsentierte sich diesmal auch die zweite Mannschaft der Sophienschule, die in den Jahren zuvor stets in den Gruppenspielen ausgeschieden war. Das von Lehrerin Ulla Sievers betreute Team schaffte mit zwei Siegen und einem Unentscheiden endlich den Sprung unter die letzten Acht. Dort allerdings war Endstation. Nach Ablauf der regulären Spielzeit stand es gegen die Bonifatiusschule Wilhelmsburg noch 0:0. Obwohl Torwart Pieter Vogel im fälligen Neunmeterschießenzweimal nicht zu bezwingen war, verloren die Barmbeker knapp mit 3:4. „Ein prima Ergebnis. Unsere zweite Mannschaft hat sich sehr gesteigert“, war Michael Otto voll des Lobes.
Die Sieger in den verschiedenen Alterskategorien: Schule St. Bonifatius am Weiher (3./ 4. Klasse), Domschule (5./ 6. Klasse), Katholische Schule Neugraben (7./ 8. Klasse) und St. Ansgar Gymnasium (9./ 10. Klassen). (th)
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