Enttäuschende Leistung in Hamburg

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In der ersten Halbzeit setzten die Gäste das Barmbeker Tor ständig unter Druck. In dieser Szene versucht Uranias Milosz Rychlowski den Schuss von Luis Gleich abzublocken Fotos: Thomas Hoyer
 
Es ist wirklich zum Haareraufen. Uranias Trainer Christian Schütt sieht kaum einmal brauchbare Spielzüge seines Teams

SC Urania kassiert dritte Niederlage in Folge. „In der Offensive besteht Handlungsbedarf“

Von Thomas Hoyer
Hamburg. Zwar beträgt der Vorsprung auf die Abstiegszone nach wie vor drei Punkte, doch was die Kicker des SC Uranias am vergangenen Sonntag gegen Eintracht Lokstedt boten, was alles andere als bezirksligareif. Das Team vom Schützenhof kassierte auf eigenem Platz ein enttäuschendes 0:3, bereits die dritte Niederlage in Folge.
Zwar begann die Partie mit einer Riesenchance für Urania, die Philipp Rössing kläglich vergab, als er völlig freistehend den Ball nicht richtig traf und nur einen harmlosen Roller zustande brachte (8.), doch dann dominierten die Lokstedter ganz klar. Und hätte nicht Keeper Christian Handorf zweimal prächtig reagiert, wäre es bereits nach einer Viertelstunde zum frühen Rückstand gekommen. So dauerte es bis zur 31. Minute, ehe dem Gast nach einen Freistoß aus dem Halbfeld durch Michal Czebiolko der Führungstreffer gelang. Schon 180 Sekunden später hieß es 0:2. Lokstedts Serkan Mert konnte im Laufduell Farhad Foroughy abschütteln und aus zehn Metern eiskalt vollenden. Die Barmbeker, die bis dahin kaum einmal über die Mittellinie gekommen waren, besaßen kurz vor dem Pausenpfiff dann plötzlich ihre zweite große Chance, doch Carsten Giesels Schuss konnte Lokstedts Keeper mit einem Reflex zur Ecke lenken.

Gegner war stärker

Auch in der zweiten Halbzeit, die zwar von den Spielanteilen ziemlich ausgeglichen verlief, brachten die Platzherren in der Offensive absolut nichts zustande. Der Gegner war bei seinen Angriffen stets gefährlicher und erzielte in der 54. Minute im Nachschuss nach Pfostenabpraller eines harmlosen, von Keeper Handorf unterschätzten Balls durch Luis Gleich das 3:0. Drei weitere gute Chancen ließen die Gäste ungenutzt.
Insgesamt ist man bei den Barmbekern mit dem bisherigen Saisonverlauf nicht zufrieden. „Unsere bisherige Punkteausbeute ist doch ein Stück hinter den Erwartungen zurück geblieben“, bedauert Trainer Christian Schütt. „Hauptgrund für die bislang fehlende Konstanz ist für mich unser ständiges Lazarett, 50 Prozent meiner Spieler haben eine Ausfallquote von vier bis sechs Wochen. Besonders hart hat es Jesco Haders erwischt, der im Pokalspiel gegen den Glashütter SV (2:3) einen Kreuzbandriss erlitt. Auch Verteidiger Yusuf Öztürk muss mit Knieproblemen noch länger passen. Schon in der Vorbereitung und zu Saisonbeginn, der mit zwei Niederlagen nicht gerade viel versprechend verlief, waren einige Ausfälle zu verkraften. Zudem musste der Aufsteiger, dem es bislang gerade in der Schlussphase oft an der notwendigen Cleverness fehlte, noch einiges an Lehrgeld bezahlen, man denke nur an das Spiel gegen Glashütte, das nach schneller 3:0-Führung noch mit 3:4 verloren wurde.

Offensive verbessern

Vor allem in der zweiten Halbzeit ganz schwach präsentierten sich die Barmbeker in der Auswärtspartie gegen den SC Alstertal-Langenhorn, in dem man 1:7 unter die Räder kam. Eine sehr disziplinierte Vorstellungen bot das Team gegen den die zu den Favoriten zählende „Zweite“ von Barmbek-Uhlenhorst, das nach zweimaliger Führung durch Tore von Philipp Rössing (bisher 10 Saisontreffer) und Marcel Happich 2:2 endete. Ebenfalls sehr zufrieden war Trainer Schütt trotz der 0:1-Niederlage mit der Leistung gegen die „Dritte“ des HSV: „In diesen Spielen, aber auch bei unseren Siegen gegen Berne, Egenbüttel und Ahrensburg hat sich gezeigt, dass meine Mannschaft über genügend Potenzial verfügt, um die Klasse zu halten. Das bleibt unser erklärtes Ziel. Aber es erfordert eine Menge Arbeit. Vor allem in unserer Offensive besteht Handlungsbedarf, wie man gegen Lokstedt gesehen hat.“
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