Hamburg: 75 Jahre SV Barmbek

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Sie stoßen auf die 75 Jahre an (v.l.): Fußball-Abteilungsleiter Andreas Meyer, Vereinsboss Hans-Joachim Moritz, der zweite Vorsitzende Claus Frerix und Liga-Co-Trainer Sven Diemann Foto: Thomas Hoyer
 

1. Fußballherren führen in der Kreisliga Tabelle an

Hamburg. Der SV Barmbek feierte am vergangenen Sonnabend sein 75-jähriges Bestehen. Hans-Joachim-Moritz, der Vorsitzende des Clubs, freute sich besonders, dass auch Vertreter der Nachbarvereine Bramfelder SV, USC Paloma, SC Osterbek, HSV Barmbek-Uhlenhorst und VfW Oberalster ins „Alte Grenzhaus“ an der Steilshooper Straße zum Gratulieren gekommen waren.
Hervorgegangen ist der SV Barmbek aus einer am 1. September 1939 gegründeten Hammerbrooker Straßen-Fußballmannschaft, die unter dem Namen Wenden SV v. 1939 ins Vereinsregister eingetragen wurde, benannt nach der Wendenstraße am Berliner Tor. Im Laufe der Jahrzehnte sollte der Name noch zweimal in Barmbeker und Steilshooper SV (1963+1970) wechseln, ehe am 13. April 1983 eine erneute Umbenennung in „SV Barmbek v. 1939“ erfolgte. Der Verein, der derzeit rund 150 Mitglieder zählt, hat vier Fußballteams zum Punktspielbetrieb gemeldet. Neben der ersten und zweiten Ligamannschaft gibt es eine Untere und eine Alte Herren, die auf dem Sportplatz Meister-Francke-Straße kicken.
Neben Fußball wird beim SV Barmbek auch Volleyball gespielt, allerdings nur noch von einer Damenmannschaft und einem Mixedteam. Highlight der von Hans Jönson gegründeten Volleyballsparte war 1969 der Gewinn des Hamburger Pokals. Nur knapp scheiterte das Herrenteam damals in der Aufstiegsrunde zur Oberliga am HSV.
Die 1979 gegründete Handball-Abteilung ging 1988 in eine Spielgemeinschaft mit dem USC Paloma über. Die erfolgreichste Zeit der Fußballer datiert aus den Jahren 1973 bis 1975. Unter Trainer Herbert Pfeiler glückte der 1. Herren der Aufstieg in die damalige Verbandsliga. Mit 14 Jungen- und zwei Mädchenteams lief es auch beim Nachwuchs prima, ehe der Höhenflug aufgrund einer gescheiterten Fusion mit TuS Neu-Steilshoop jäh ausgebremst wurde: Die Verantwortlichen für die Jugend legten ihre Ämter nieder. Zudem verließen 80 Mitglieder den Verein. In den folgenden Jahrzehnten gab es zwar immer wieder engagierte Trainer wie Peter Paysen und Uwe Kock, denen es gelang, das eine oder andere Nachwuchsteam auf die Beine zu stellen, doch waren die Bemühungen, wieder etwas Kontinuierliches aufzubauen, letztlich nicht von Erfolg gekrönt. „Das bedauern wir wirklich sehr“, so Hans-Joachim Moritz, seit zwölf Jahren erster Vorsitzender und bereits seit 1958 Vereinsmitglied. „Gute Trainer sind leider sehr rar gesät. Ich wünsche mir aber sehr, dass bei uns in Zukunft auch wieder Kinder das Fußball-Abc erlernen können.“ Bekannteste Kicker des SV Barmbek waren Bernd Brehme, Vater des Nationalspielers Andreas, St. Paulis ehemalige Oberligaspieler Klaus Beyer, Dieter Kössling, Werner Grudzinki, Heinz Packmoor und Willi Gorra, der „Hammer von Barmbek“.
Auch wenn das Jubiläumsjahr durch den Tod von Fußballobmann und Trainer Murat Baytemur (+44) überschattet wird, gibt es doch Anlass zur Freude. Nach dem erfolgreichen Abstiegskampf startete die neu formierte 1. Herren in der Kreisliga voll durch und führt ungeschlagen die Tabellenspitze der Staffel 5 an. (th)
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