Hamburg: Drei Tore in acht Minuten

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Maria Albrecht (2.v.l.) klebte in dieser Spielszene das Pech an den Füßen. Trotz einiger Chancen ging die Torjägerin gegen Meldorf leer aus Foto: Hoyer
 
Mit der ersten Halbzeit war BSV-Trainer Manuel Alpers überhaupt nicht zufrieden. Lautstark gibt der Coach Anweisungen vom Spielfeldrand

BSV-Frauen gewinnen erstes Aufstiegsspiel zur Regionalliga Nord

Von Thomas Hoyer
Hamburg. Die erste Hürde ist genommen: Vor 200 Zuschauern besiegten die Fußballerinnen des Bramfelder SV in ihrem ersten Aufstiegsspiel zur Regionalliga Nord auf der Sportanlage Gropiusring den TuRa Meldorf verdient mit 3:0. Zweiter Gegner ist am kommenden Sonntag der Bremer Meister und Pokalsieger ATS Buntentor.
In den ersten Phase der Partie erspielten sich die Gastgeberinnen eine Reihe sehr guter Möglichkeiten. Bereits in der 5. Minute scheiterte Maria Albrecht an Meldorfs Torhüterin, die nur 180 Sekunden später eine Doppelchance des BSV vereilte, als sie einen Schuss von Albrecht parierte und auch beim anschließenden Kopfball von Marika Tokarski nicht zu bezwingen war. Kurz darauf hatte Albrecht erneut Pech, als ihr Schuss von einer Verteidigerin einen Meter vor der Torlinie geklärt wurde (18.). In der Folge konnten die Gäste das Spiel mehr und mehr ausgeglichen gestalten. In der 37. Minute musste die BSV-Torhüterin ihr ganzes Können aufbieten, als sie nach Querpass im 1:1-Duell gegen eine Meldorferin retten konnte. (37.). Zwar vergab Marika Albrecht eine weitere Möglichkeit (56.), doch danach platzte endlich den Knoten. Innerhalb von nur acht Minuten traf der BSV dreimal. Paula Ziselsberger sorgte mit einem Linksschuss aus 15 Metern ins lange Eck für die überfällige Führung. Eine Flanke von Denise Stroda auf den langen Pfosten verwertete Marika Tokarski aus dem Gewühl zum 2:0. Den dritten Treffer steuerte Catharina Schimpf bei, als sie nach Ecke von Judith Kahl mit dem Kopf zur Stelle war. „Mit der ersten Halbzeit war ich überhaupt nicht zufrieden“, so BSV-Trainer Manuel Alpers. Die Chancenauswertung und der Organisation unserer Defensive war alles andere als gut. Gegen den ATS müssen wir viel konzertierter zu Werke gehen.“

Rückkehr in Regionalliga

Die Bramfelderinnen waren als absoluter Topfavorit in die Saison gestartet. Mit acht neuen Spielerinnen verstärkt, gab es nach dem Abstieg aus der Regionalliga nur ein Ziel, nämlich die sofortige Rückkehr in Deutschlands dritthöchste Klasse. Das Team von Trainer Manuel Alpers war von Beginn an voll da und fuhr Sieg auf Sieg ein. Lediglich gegen den TSC Wellingsbüttel wurde es etwas eng, als es nach einer sicheren 2:0-Führung plötzlich 2:2 hieß. Doch am Ende wurde auch diese Partie 3:2 gewonnen. Obwohl zur Winterpause mit der zweitliga-erfahrenen Romy Schwaiger (Wacker München) eine echte Verstärkung auf der Sechserposition, Jeanette Prahs von Bergedorf 85 und Janet Blehk (Hafen Rostock) noch drei weitere Kickerinnen in den Kader rückten, verlief der Start ins neue Jahr nicht gerade glücklich.

13 Punkte Vorsprung

Auf eigenem Platz verlor man trotz ständiger Überlegenheit gegen den SC Eilbek durch zwei Distanzschüsse 0:2. Doch blieb es die einzige Niederlage für Mannschaftsführerin Denise Stroda und ihre Mitstreiterinnen: Alle übrigen Partien wurden klar gewonnen, wobei man gegen den SC Vier- und Marschlande mit 9:0 den höchsten Saisonsieg feierte. Satte 13 Punkte betrug am Ende der Vorsprung auf den Vizemeister SC Eilbek. Rund die Hälfe der insgesamt 79 geschossenen Tore gehen auf das Konto von Maria Albrecht und Marika Tokarski, die ihre erste Saison im Dress des BSV absolvierten. Catharina Schimpf fehlte als einzige Spielerin in keiner Partie. Wenig Glück mit der Auslosung hatten die Bramfelderinnen im Oddset-Pokal, wo man sich bereits in der der 2. Runde dem Regionalligisten Bergedorf 85 mit 0:1 geschlagen geben musste. Den entscheidenden Treffer erzielte ausgerechnet Nurdan Üstin, die zusammen mit ihrer Mannschaftskameradin Yasmin Wolf unabhängig vom Aufstieg nächste Serie für den BSV spielen wird.
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