Hamburg: „Ein brutal starker Gegner“

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Paloma-Trainer Krausz enttäuscht über 0:9-Niederlage im DFB-Pokalspiel gegen Hoffenheim

Von Thomas Hoyer
Hamburg. Ein Fest war es für den USC Paloma allemal, das DFB-Pokalspiel gegen den Bundesligisten TSG Hoffenheim. Daran konnte auch nicht ändern, dass der Außenseiter aus Barmbek vor 4.750 Zuschauern im ausverkauften Stadion an der Hoheluft völlig chancenlos war und mit 0:9 verlor. Gerade acht Minuten gelang es den Gastgebern das 0:0 zu halten. Dann aber begannen die gedanklich viel schneller agierenden Hoffenheimer gnadenlos zuzuschlagen, wobei sich Palomas Abwehr auch nicht gerade geschickt anstellte. Keeper Yannick Jonas musste bis zum Seitenwechsel siebenmal hinter sich greifen. „Das war schon eine heftige Packung zur Pause. Damit hatten wir wirklich nicht gerechnet“, bedauerte Jonas.
In der zweiten Halbzeit richtete Trainer Marco Krausz sein Team etwas offensiver aus, wechselte auch dementsprechend ein. Zwar hieß es durch den fünffachen Torschützen Sven Schipplock schnell 0:8 (54.), doch in der Folge gingen die Barmbeker etwas mutiger zu Werke, was allerdings auch daran lag, dass der Gegner einen Gang zurückschaltete. Dreimal kam es zu gefährlichen Aktionen. Ein Freistoß von Max Krause auf den langen Pfosten erwischte Sven Drews zwar mit dem Kopf, doch konnte ein Hoffenheimer klären (70.). Wenig später verfehlte ein 17-Meter-Schuss des eingewechselten Rihards Depers das Gehäuse der Gäste. Anschließend scheiterte Olufemi Smith mit einem Flachschuss an Keeper Oliver Baumann – das einzige Mal, dass Hoffenheims Neuzugang geprüft wurde. Zwar musste sich Palomas Keeper Jonas, der mehrere Schüsse sehr gut parierte, kurz vor dem Abpfiff zum neunten Mal geschlagen geben, doch schaffte es sein Team wenigstens, eine zweistellige Niederlage zu verhindern. „Wir sind vor Ehrfurcht erstarrt. Das stimmt mich traurig“, meinte Trainer Krausz. „Wir hatten aber auch einen brutal starken Gegner.“
Zwei Stunden nach dem Spiel wurde das große Ereignis in einem Lokal auf der Reeperbahn gefeiert.
„Die neun Tore waren inzwischen halbwegs verdaut, was der Stimmung gut tat“, so Wolfgang Wüpplinger, Fußball-Abteilungsleiter des USC Paloma. „Das war ein großer Tag in unsere Vereinsgeschichte. Fußballfreunde aus ganz Deutschland sind auf uns aufmerksam geworden.“ Das Erreichen der ersten DFB-Pokalhauptrunde spült zwar 140.000 Euro und die Hälfte der Eintrittsgelder in die Kasse, dem gegenüber stehen aber auch Kosten, wie zum Beispiel für den Ordnungsdienst oder die Stadionmiete, die rund 10.000 Euro beträgt. Allein der Aufbau des Gerüstes für die Fernsehkameras und die Installation einer Notstromversorgung kostet etwa 5.000 Euro. „Ganz grob geschätzt bleiben dass zwei Drittel des Geldes“, so Wolfgang Wüpplinger, der sich besonders darüber freute, dass auch die letzten 200 Karten knapp eine Stunde vor Spielbeginn vergriffen waren.
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