Meisterhafte BSV-Oldies

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Erschöpft aber glücklich – die Alte Herren des BSV bei der Siegerehrung Fotos: Hoyer
 
Bramfelds Philipp Kiesewetter, Torschütze des 1:0, versucht sich vor der Strafraumgrenze durchzusetzen

Freistoßtor von Mirko Schulz bringt die Entscheidung

Von Thomas Hoyer

Bramfeld Erst kurz vor dem Spiel waren die Fußball-Oldies des Bramfelder SV mit dem Bus zum Endspiel um die Hamburger Meisterschaften der Alten Herren auf dem HFV-Sportplatz an der Jenfelder Allee eingetroffen.

Der Frust über das schlechte Abschneiden beim Ü40-Cup, der am Tag zuvor im sächsischen Schöneck mit einem enttäuschenden 28. Platz geendet hatte, war noch sehr präsent, aber vor allem die körperliche Anstrengung steckte den meisten Kickern noch in den Knochen. Doch drei Stunden später waren alle Strapazen des langen Wochenendes vergessen: Mit einem verdienten 2:1-Sieg über die SG Holsatia/Sparrieshoop, Erster der Oberliga-Staffel 1, errang die Alte Herren von Trainer Oliver Glas den Hamburger Meistertitel, nachdem man sich im vergangenen Jahr noch mit Platz 2 hatte begnügen müssen.

In der Anfangsphase der Partie tat sich zunächst relativ wenig. Erstmals gefährlich agierte der BSV in der 14. Minute, als ein Drehschuss von Tobias Erkner aus spitzem Winkel an das Gestänge des Außennetz krachte. Danach fanden die Bramfelder immer besser ins Spiel, hatten dabei aber Pech, als Marc Viola im Strafraum klar von den Beinen geholt wurde, der Schiedsrichter allerdings nicht pfiff (17.). Dann verfehlte ein 18m-Knaller von Ronny Sendel das gegnerische Gehäuse, während Mirko Schulz mit einem sehr schönen Schuss aus spitzem Winkel am Torwart scheiterte (23./26.). In der 34. Minute wurden die Offensivaktionen des BSV aber endlich mit dem 1:0 gekrönt. Nach flacher Hereingabe von Schulz hatte Philipp Kiesewetter keine Mühe, aus fünf Metern einzunetzen.

Entscheidende 2. Runde

In Durchgang zwei schien sich das Blatt langsam zu wenden. Nachdem sich in den ersten Minuten nach Wiederanpfiff zunächst nichts Erwähnenswertes ereignet hatte, war die bis dahin doch eher harmlose Truppe der SG Holsatia/ Elmshorn plötzlich sehr präsent und erzielte nach einer von mehreren Ecken durch Markus Steffen, der am langen Pfosten am höchsten sprang, per Kopf den Ausgleich (42.). Sechs Minuten später konnte BSV-Keeper André Seidel einen weiteren Kopfball gerade noch über die Latte lenken. In der Folge kam der BSV wieder besser zum Zug. Bei einer körperbetonten, aber nicht überharten Aktion an René Kluth, der im Strafraum zu Fall kam, blieb der Elfmeterpfiff des Schiedsrichters diesmal zu Recht aus (53.). Ganz klare Chancen gab es nicht mehr. So musste ein direkter Freistoß zum Siegtreffer herhalten.
Mirko Schulz, Co-Trainer der BSV-Landesligatruppe drosch das Leder aus 22 Metern zum viel umjubelten 2:1 in die Maschen (63.). Kurz vor dem Abpfiff besaß der in der Schlussphase eingewechselte 2,07-m-Mann Marcus Feilitz noch eine Möglichkeit, doch sein Kopfball nach Flanke von Mirko Behrens verfehlte deutlich das Ziel. „Wahnsinn, wie meine Truppe nach den Anstrengungen der vorangegangenen Tage im Endspiel noch einmal alles aus sich herausgeholt hat“, war BSV-Trainer Oliver Glas vom Auftritt seines Teams begeistert und fügte schmunzelnd hinzu: „Es ist schon erstaunlich, was so alte Männer noch aus sich herausholen können.“
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