Nur der Aufstieg zählt

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Der Meister und Aufsteiger nach seinem letzten Spiel, das bei Ellerbek II 35:30 gewonnen wurde.Foto: Hoyer

HG Hamburg-Barmbek sind Meister der Hamburg-Liga

BARMBEK. Der VfL 93, Barmbek-Uhlenhorst, Urania und Paloma können sich freuen. Der 1994 erfolgte Zusammenschluss ihrer Handballabteilungen zur HG Hamburg-Barmbek hat einmal mehr Früchte getragen. In einer bis zum letzten Spieltag spannenden Saison wurden die besten Herren Meister der Hamburg-Liga, gleichbedeutend mit dem direkten Aufstieg in der Oberliga Hamburg Schleswig-Holstein.
Von Beginn an machten die Barmbeker klar, dass nur der Wiederaufstieg zählen würde. Mit weißer Weste von elf Siegen in ebenso vielen Spielen führte man nach Abschluss der Hinserie die Tabelle der Hamburg-Liga an. Dann aber wurde das Team von Trainer Holger Bockelmann unsanft auf den Boden der Tatsachen zurückgeholt. Nach den Weihnachtsfeiertagen noch nicht richtig fit – das traditionelle Trainingslager musste diesmal aufgrund des früheren Rückrundenstarts entfallen – unterlag man dem härtesten Verfolger, der HG Norderstedt, mit 24:30.
Innerhalb von sieben Tagen folgte sogar die nächste Pleite, diesmal gegen den Norderstedter SV (24:31), was ein Abrutschen auf Platz zwei zur Folge hatte.
Hinzu kam die schwere Verletzung von Christian Trebbow, der sich im Spiel gehen Aumühle, einen Muskelabriss im Oberschenkel zuzog. Nur gut, dass sich Tim Früchtenicht, der zwei Wochen zuvor aufgrund beruflicher Gründe aus dem Kader ausgeschieden war, überzeugen ließ, doch bis zum letzten Spieltag weiter zu machen. Tatsächlich warfen sich die Barmbeker wieder in die Spur, hatten dabei allerdings auch etwas Glück, dass die HGN gegen den TSV Ellerbek II und bei TuS Esingen strauchelte.
Dennoch war das Titelrennen noch nicht ganz entscheiden, da auch Kapitän Henning Baller und seine Mitstreiter beim 27:27 gegen SCALA noch einen Zähler einbüssten. Erst nach einem 35:30-Erfolg in der letzten Partie bei der „Zweiten“ von Ellerbek waren Meisterschaft und Aufstieg perfekt.
In der abgelaufenen Saison kamen bei der HGHB 21 Spieler zum Einsatz. Mit Oke Hagen, Patrick Tutaj und Henning Baller waren drei Akteure in allen 22 Partien dabei. Zur Rückrunde gab es drei Neuzugänge. Rückraumspieler Marco Bühren (24 Tore) und Keeper Georg Hoene, der bei Empor Rostock in der 2. Bundesliga das Tor gehütet hatte, waren eine große Verstärkung, auch wenn sie für die Barmbeker jeweils nur fünf Partien absolvierten.
„Leider haben uns beide schon wieder verlassen, da sie einen Studienplatz in Göttingen bekommen haben“, bedauert HGHB-Ligaobmann Jürgen Hitsch, der sich auch über einen talentierten Spieler der 2. Herren freuen konnte. Jonas Pipke empfahl sich für den Kader der „Ersten“, kam dort immerhin siebenmal zum Einsatz. Bester Torschütze war Tim Fürchtenicht mit 129 Treffern, darunter 23 verwandelten Siebenmetern, gefolgt von Oke Hagen (120), der die meisten Feldtore der gesamten Hamburg-Liga erzielte. Jörg Bokelmann brachte es immerhin auf 81 Treffer. Zur neuen Serie wird es im Kader der HGHB einige Veränderungen geben. Nach derzeitigem Stand nicht mehr dabei sind Tim Früchtenicht (zum MTV Herzhorn), Kapitän Henning Baller, der seine Karriere aufgrund großer beruflicher Inanspruchnahme bei Airbus beenden muss, und Aaron Kuhrt (2. Herren).
Um in der Oberliga Hamburg/ Schleswig-Holstein zu bestehen, wird die Mannschaft auf jeden Fall mit mehreren Akteuren verstärkt, wobei Jürgen Hitsch sogar einen Spieler der 3. Bundesliga an der Angel hat. „Wir müssen unbedingt aufrüsten, sonst ist der erneute Abstieg bereits vorprogrammiert“, so der Ligaobmann. „Es gibt einige gute Spieler, die gerne zu uns kommen würden. Das macht richtig Mut für die kommende Saison.“
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