40 Jahre Senioren-Treffpunkt in Hamburg

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Mitgliedern wie Ursula Flügger bietet der LAB-Treffpunkt Hamm (r.) viele Aktivitäten und Kontaktmöglichkeiten.Fotos: cm
 
LAB-Leiter Rolf Wiethölter

Verein „Lange Aktiv Bleiben“ bietet Freizeitangebote und viele Kontakte

Von Christa Möller
Hamburg. Im Alter noch lange aktiv bleiben, das wollen alle Menschen. Da das bekanntlich gemeinsam viel mehr Freude bereitet, haben sich viele Senioren dem Verein Lange Aktiv Bleiben (LAB) angeschlossen. Elf LAB-Treffpunkte gibt es in Hamburg. Der erste wurde bereits 1966 in Altona gegründet. Der zweite, der LAB-Treffpunkt Hamm, feierte gerade sein 40. Bestehen. Der Hammer Treffpunkt hat zurzeit 90 Mitglieder. Diese sind zwischen 60 und 93 Jahren alt und wohnen überwiegend im Umkreis. Vom LAB-Angebot dürfen sich aber auch Jüngere angesprochen fühlen.
„Die 100er-Mitgliedsmarke will ich dieses Jahr schaffen“, hat sich Rolf Wiethölter vorgenommen. Der 66-Jährige ist seit dem 1. November vergangenen Jahres ehrenamtlicher Leiter des Treffpunktes. Zuvor hatte er das Amt schon kommissarisch inne. „Ich bin durch meinen Freund, Peter Panneke, 2010 hierher gekommen und habe sofort viel Freude an der Arbeit gefunden“, sagt Wiethölter zufrieden. Panneke war bis zu seinem Tod 2013 Leiter des LAB-Treffpunktes in Hamm.
In der alten Festschrift zum 25-jährigen Bestehen findet sich Geschichtliches über den Verein: Ursprünglich war LAB die Abkürzung für Lebensabendbewegung. „Sonntag nicht allein“, war damals das Motto der Senioren. Viele Alleinstehende fanden hier Gleichgesinnte für gemeinsame Unternehmungen oder einfach nur zum Klönen. Und das hat sich bis heute nicht geändert. Ursula Flügger aus Hamm suchte und fand nach dem Tod ihres Mannes eine Beschäftigung. Inzwischen leitet sie ehrenamtlich verschiedene Gruppen und ist auch als LAB-Delegierte engagiert. „Wir haben unseren Spaß, wir lachen viel, wir turnen und spielen. Das regt den Kopf an. Es ist einfach schön. Man lernt viele nette Leute kennen und hört mal was anderes. Ich möchte es nicht missen“, so die 85-Jährige. Beim LAB-Treffpunkt Hamm werden beispielsweise Spiele wie Bingo, Schach oder Skat angeboten. Aber auch Koch-, Sprach- und Computerkurse können besucht werden. Man trifft sich beim Sonntagscafé und genießt in Gesellschaft bunte Kulturnachmittage.
Natürlich gab es auch zum 40. Geburtstag der Einrichtung ein geselliges Beisammensein. Bei Schnittchen, Kaffee und Sekt ließen die zahlreichen Gäste die vergangenen Jahre Revue passieren. Für die musikalische Begleitung sorgte LAB-Mitglied Klaus Rednak auf seinem Akkordeon. Außerdem spielte Maria Kashirina vom russischen Kulturverein LIRA am Klavier auf. „Wir versuchen ständig das Angebot zu erweitern“, so Rolf Wiethölter engagiert.
Seit fünf Monaten gibt es außerdem ein Migrationsprojekt mit russischen Mitbürgern in Zusammenarbeit mit dem Verein LIRA. Dieses wird durch die Arbeitsgemeinschaft der Freien Wohlfahrtspflege finanziell unterstützt. Eine Broschüre informiert über die Zusammenarbeit von LIRA und LAB Hamm – auf deutsch und russisch. Einmal wöchentlich wird außerdem ein Deutsch-Kursus angeboten. Einige LIRA-Mitglieder sind inzwischen auch Mitglied beim LAB-Treffpunkt Hamm und nutzen die sonstigen Kurse wie beispielsweise die Sitzgymnastik: „Da beteiligen sich Deutsche und Russen. Der Lehrer kommt aus der Türkei. Das nenne ich international“, freut sich Wiethölter über die gelungene Kooperation.
Derzeit ist unter anderem ein Konzert mit Kindern und Jugendlichen in Planung. „Unabhängig von Sprachbarrieren können die Zuhörer über die Musik Kontakte knüpfen und Freundschaften schließen“, freut sich Wiethölter. Dafür sind natürlich auch sommerliche Grillfeste gut geeignet. Ein ähnliches Projekt für türkische Mitbürger ist bereits angestoßen. „Das ist unser nächstes Projekt“, blickt Wiethölter voraus.

Mit fünf Euro im Monat dabei

Fünf Euro kostet die Mitgliedschaft im Monat. Dafür gibt es die Möglichkeit, kostenlos an allen Kursen teilzunehmen, nicht nur in Hamm, sondern auch in den anderen LAB-Treffpunkten. Natürlich lassen sich die Angebote nicht allein über die Mitgliedsbeiträge finanzieren. Die Stadt Hamburg stellt dem LAB-Treffpunkt Hamm kostenlos die Räumlichkeiten am Fahrenkamp 27 zur Verfügung und übernimmt auch die Nebenkosten. „Außerdem werden wir von Verbänden und dem Paritätischen unterstützt“, erklärt der Treffpunktleiter. „Wir sind aber dennoch auf Spenden angewiesen und freuen uns auch immer über diese.“ Vormittags ist Rolf Wiethölter zwischen 10 und 13 Uhr fast jeden Tag im Treffpunkt. Es gibt immer viel zu tun. Schließlich gilt es, neben den Kursen auch diverse Vortragsveranstaltungen zu organisieren. Bezüglich der Finanzen steht ihm seit dem 1. März Schatzmeister Meiko Huck hilfreich zur Seite. Ausgleich zum zeitintensiven Ehrenamt findet Rolf Wiethölter übrigens beim Golfen. „Und damit ist die Zeit dann ausgeschöpft“, sagt er lächelnd.

Kontakt: t 21 59 08, lab-hamburg.de
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2 Kommentare
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Arnold Onken-Lüdicke aus Hamm | 17.03.2014 | 11:16  
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Arnold Onken-Lüdicke aus Hamm | 17.03.2014 | 15:28  
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