Alfredstraße: Raser raus

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Die Alfredstraße mündet in die Bürgerweide Foto: Landeck

Politiker fordern Verengung und veränderte Parkordnung als Tempobremse

Von Johanna Landeck
Hamm
Um die Staus zu umfahren, die die Hauptverkehrsadern der Hansestadt jeden Morgen regelmäßig verstopfen, weichen viele Autofahrer auf Seitenstraßen aus. Problematisch wird das vor allem dann, wenn diese Schleichwege quer durch Wohngebiete führen und sich die Anwohner von der Verkehrswelle beinahe überrollt sehen. Die Alfredstraße ist solch ein Schleichweg, meint die SPD-Bezirksfraktion Hamburg-Mitte. Die Alfredstraße verbindet die Bürgerweide und die Klaus-Groth-Straße. „Daraus folgt, dass Anwohner die Alfredstraße nutzen, um aus dem Quartier heraus- und hineinzukommen“, erklärt Yannick Regh (SPD). Zudem diene die Straße Pendlern als Abkürzung, wenn sich am Morgen der Verkehr mal wieder auf der vielbefahrenen Bürgerweide staue: „Am Nachmittag wird die Strecke wiederum häufig genutzt, um stadtauswärts zur Hammer Landstraße zu kommen.“ Nach Angaben der Sozialdemokraten ist die Al-fredstraße außerdem optisch so breit, dass sie des Öfteren als „Rennstrecke“ benutzt werde. Schluss damit, fordert die SPD nun und reicht einen Antrag im Regionalausschuss Horn/Hamm/Borgfelde/Rothenburgsort ein.

„Die Straße ist keine Durchgangsstraße, sondern gehört zu einem Wohngebiet.“ Yannick Regh (SPD)

Das Ziel: Das Bezirksamt soll prüfen, ob die Verkehrssituation vor Ort entzerrt werden kann. „Die Straße ist keine Durchgangsstraße, sondern gehört zu einem Wohngebiet. Wir stellen uns deshalb eine neue Parkordnung vor, außerdem soll die Straße optisch verengt werden“, erläutert Regh. Die Grünen gehen sogar noch ein Stück weiter: „Wir würden die Einführung einer Tempo-30-Zone favorisieren“, meint der Fraktionsvorsitzende der Grünen Hamburg-Mitte, Michael Osterburg. Und auch die Opposition erteilt dem Antrag prinzipiell „ein positives Signal“, so Kevin Hänel von der CDU: „Allerdings muss dann auch sorgsam geprüft werden, ob beispielsweise ein Schrägparken nicht etwa Rettungs- und Versorgungswege blockieren würde.“ Ob die Alfredstraße in Zukunft tatsächlich frei von Rasern sein kann, das wird sich in den kommenden Monaten herausstellen.
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