Aufholjagd - doch es reichte nicht

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St. Georgs René Hahn (r.) im Zweikampf mit seinem Gegenspieler Michael Burchardt

SV St. Georg: 4:5-Niederlage gegen Eisenbahn Hamburg.Trainer Holstermann frustriert

Von Thomas Hoyer
Hamm. Eine tolle Moral zeigten die Kicker des SV St. Georg am vergangenen Sonntag im Auswärtsspiel gegen die zweite Mannschaft von Eisenbahn Hamburg, obwohl man sich am Ende mit 4:5 geschlagen geben musste. Kaum drei Minuten waren gespielt, da hieß es nach schwerem Patzer von Keeper Stefan Behrens 0:1. Zwar fiel bereits im Gegenzug der Ausgleich durch Philipp Krüger, ebenfalls nach einem Torwartfehler, doch in der Folge hebelten die Platzherren St. Georgs desolate, völlig stümperhaft agierende Abwehr mit Steilpässen ein ums andere Mal aus und erhöhten auf 3:1 (8., 12.).

„Ich kann
aus Elefanten
keine Rennpferde
machen.“
Claus-Peter Holstermann

„Ich kann aus Elefanten keine Rennpferde machen“, nahm Claus-Peter Holstermann, der vor vier Wochen kurzfristig das Traineramt übernommen hatte, beim dritten Gegentreffer kein Blatt vor den Mund. Nach dem 1:4 durch einen von Torwart Behrens verschuldeten Strafstoß hatte der Coach endgültig genug von seinem Team, überließ Co-Trainer Bernd Rosenstein das Feld und verließ die Anlage. Kaum war Holstermann verschwunden, traten die Hammer wie verwandelt auf. Nach zum Teil schönen Kombinationen vergaben Renè Hahn und Artak Melkonyan vier Hochkaräter, ehe Hahn auf 2:4 verkürzen konnte (39.). Zwar kassierte die erneut völlig indisponierte Abwehr kurz vor der Pause das 2:5, doch ließ sich dass Team dadurch keineswegs entmutigen, dominierte die zweite Halbzeit klar und besaß eine Reihe von Chancen. Der eingewechselte Michael Heinbücher konnte in der 65. Minute nach Querpass von Rico Splicker auf 3:5 verkürzen, und 180 Sekunden später war es erneut Heimbücher, dem der Anschlusstreffer gelang. Doch damit war die Aufholjagd zu Ende, wobei die Hammer großes Pech hatten, als ein Treffer von Melkonyan kurz vor dem Abpfiff wegen fragwürdiger Abseitsstellung nicht anerkannt wurde. „Mit dem Verlassen der Anlage wollte ich ein Zeichen setzten“, erklärt Claus-Peter Holstermann.
„So wie in den ersten 20 Minuten geht es gar nicht. Insgesamt arbeitet die Mannschaft aber hervorragend, die Einstellung und die Trainingsbeteiligung sind top. Unser Ziel ist ein Platz im Mittelfeld.“
Auch in den beiden ersten Partien hatten beim SV St. Georg, der jetzt Platz elf in der Kreisklasse 8 belegt, Licht und Schatten gewechselt. Nach einer bemerkenswerten Leistung im Pokal gegen den vier Klassen höher spielenden Oberligisten Meiendorfer SV (1:6) gab es zum Saisonauftakt ein enttäuschendes 0:3 beim SV Altengamme, dem ein 2:1-Sieg über den SC Vier- und Marschlande folgte.

DAS AUFGEBOT
2013/14

TOR: Stefan Behrens, Enrico Daßler; ABWEHR: Norbert Kolberg, Nils Schulz-Hoffmann, Bartosz Cejer, Thorsten Hübner, Philip Krüger, Andre Philip, Erdinc Odur; MITTELFELD: Mark Bretschneider, Michael Heinbücher, Simon Pommerin, Maik Räder, Marc Schaffeld, Tillmann Schnell, Rico Splicker, Kacper Krzywinsk, Torben Heuer, Jean-Pierre Lambelet; STURM: René Hahn, Thomas Kunzmann, Patrick Nowak, Artak Melkonyan.
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