B5: Deckel drauf?

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Dieses Modell zeigt die mögliche Überdeckelung der B 5. Links neben der Bille ist der Deckel mit Wohnungsbau, rechts daneben die bebaute Industriefläche Foto: güb

Neue Pläne für Billstedt im Entwicklungsbeirat vorgestellt

Von Günther Brockmann
Billstedt. Ralph Ziegenbalg, Leiter der Geschichtswerkstatt Billstedt, hat eine Vision für Billstedt: Die Überdeckelung der B 5. Jetzt stellte er im Mehrgenerationenhaus vor dem Beirat Billstedt/Horns sein Projekt vor. Moderatorin, Claudia Deppermann, ließ nach der Präsentation über das Projekt abstimmen. Zuschauer sowie Mitglieder des Beirates Billstedt/Horn stimmten bis auf drei Enthaltungen geschlossen für das Projekt.
Die Überdeckelung der B 5 auf einer Länge von knapp 1 Kilometer zwischen Moorfleeter Brücke und Spökelberg würde den Stadtteil völlig verändern. „Das Billeufer soll für das Billstedter Zentrum erschlossen werden. Die Schaffung von großen Flächen für attraktiven Wohnungsbau ist möglich. Die Überdeckelung der B 5 wäre ein massiver städtebaulicher Impuls für die Entwicklung des Billstedter Zentrums“, sagt Ziegenbalg.

Breite Zustimmung von Parteien

„Der Deckel für die B 5 würde rund 125 Millionen Euro kosten. Ein Wohnungsbauprogramm könnte 1.200 neue Wohnungen bringen“, fügte Ralph Ziegenbalg hinzu.
Unter den Mitgliedern des Beirates Billstedt/Horn saßen auch Vertreter der Parteien. Sie stimmen dem Projekt zum großen Teil zu, haben aber auch kritische Fragen.
„Es gilt nicht nur die Kosten und Folgewirkungen genauer abzuschätzen, sondern es wird auch ein qualifizierter Beteiligungsprozess zwischen Bürgern und Politik erforderlich sein“, erklärte Bernd Ohde, Fraktionsvorsitzender der FDP in der Bezirksversammlung Mitte. „Die Idee ist charmant. Die Nähe zum Industriegebiet halte ich aber für ein großes Problem“, sagte Kerstin Gröhn, SPD-Fraktion. Michael Osterburg von den Grünen sagt: „Wir unterstützen diese Idee der Weiterentwicklung von Billstedt in Richtung Bille. Die historische Bedeutung als Wohnstandort mit schönen Villen und die Nähe zum Wasser kann hier zurückgewonnen werden.
„Wir unterstützen sehr stark, dass neue Wohnungen für Familien in Billstedt gebaut werden. Auch ein hervorragende Vision ist, dass ein Mixgebiet aus Wohnen und Gewerbe direkt im Zentrum von Billstedt entsteht“, erklärte Gerd Imholz, Pressesprecher der
Billstedter CDU.
Mit seinem Vortrag vor dem Beirat Billstedt/Horn wollte Ralph Ziegenbalg deutlich machen, dass der nächste Schritt eine Machbarkeitsstudie sein müsste. Am 11. September wird der Stadtplanungsausschuss sich mit dem Thema befassen.
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