Bessere Chancen für junge Leute

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Ideen für die Region: Unter der „Marke“ Heimspiel Billstedt gibt es ab kommendem Schuljahr die Möglichkeit, sich besser zu vernetzen Fotos: Claudia Höhne

Stiftung startet neues Projekt für mehr Vernetzung

Von Frank Berno Timm
Billstedt Kinder und Jugendliche in Billstedt sollen (noch) bessere Chancen haben. Die Joachim Herz Stiftung will sich ab kommendem Schuljahr zusammen mit dem Bezirk Mitte und der Schul- und der Sozialbehörde dafür engagieren. Der Name klingt gut: „Heimspiel.Billstedt“.


„Was die Leute vor Ort machen, ist gut.“ Andrea Ipsen, Projektmanagerin bei der Joachim Herz Stiftung, kommt nicht mit dem Anspruch in den Stadtteil, nur ihr Konzept sei das richtige. Ab kommendem Schuljahr wird es im Pergamentweg 1 ein Büro geben, das für eine bessere Vernetzung von Bildungsakteuren arbeiten will: Schulen, Jugendprojekte, Bildungseinrichtungen sind das Zielpublikum. Besetzt wird die neue Anlaufstelle mit einem Lehrer, jemandem vom Bezirksamt und mit Andrea Ipsen.
Das auf zehn Jahre angelegte Projekt der Stiftung soll erreichen, dass mehr Jugendliche einen Bildungsabschluss schaffen. „Wir glauben, dass es an diesem Ort wichtig ist“, sagt Ipsen, die Gespräche mit dem Bezirk Mitte und der Schulbehörde hätten gezeigt, dass in Billstedt ein besonderer Bedarf besteht.
Und wie wird das in der Praxis aussehen? Wenn Lehrer oder Sozialarbeiter mal einen halben Tag für sich zur Planung wollten, wird „Heimspiel.Billstedt“ die Finanzierung, den Raum und die Moderation übernehmen – bis zu 5.000 Euro pro Jahr und Einrichtung für Kooperationsprojekte können beantragt werden. „Wir haben auch eine ‚Reservebank‘ für kleine Sachen – wenn eine Ehrenamtliche für ihre Arbeit mal mit einem Strauß Blumen belohnt werden soll, dann machen wir das auch möglich“, sagt Andrea Ipsen. Der Erfolg, gesteht sie, sei „sehr schwer messbar“, aber wichtig wäre, Netzwerke zu verbessern und dichter zu flechten.
Erfahrungen gibt es schon: Ein ähnliches Projekt existiert in Neuwiedenthal, ein weiteres zusammen mit der Alfred Toepfer Stiftung in Hohenhorst. Training und Fortbildung für Lehrer und Ehrenamtliche, „Freiräume“ jenseits des Alltagstrubels, Zuschüsse für Projekte, die „vernetzenden“ Charakter haben: Lernausstattungen werden finanziert, Bildungsfahrten innerhalb Hamburgs und Projekte, die die Zusammenarbeit mit Eltern fördern oder Ehrenamtliche unterstützen.
Am 7. Juli wird um 15.30 Uhr im Jubilate-Saal (Mehrgenerationenhaus Billstedt, Merkenstraße 4, Ankunft ab 15 Uhr) eine Kooperationsvereinbarung unterzeichnet: Bezirksamtsleiter Falko Droßmann, Schulsenator Ties Rabe und Sozialsenatorin Melanie Leonhard (alle SPD) werden ein Kooperationspapier mit der Joachim Herz Stiftung unterschreiben.
Das musikalische Begleitprogramm für diesen feierlichen Moment liefern Schüler der Stadtteilschule Öjendorf, die Auszüge ihres Musicals Eastside-Story spielen.

Anmeldungen unter billstedt@heimspiel.org
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