Billstedt: Ärger um Behindertenparkplatz

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Herbert Bernhardt muss sich immer wieder mit Parksündern auseinandersetzen, die seinen Behindertenparkplatz blockieren Foto: Tim
Hamburg: Geesthang |

Nach Verlegung ist der Stellplatz von Wochenblatt-Leser Herbert Bernhardt meist zugeparkt

Billstedt Wochenblatt-Leser Herbert Bernhardt lebt am Geesthang, ist schwerbehindert und auf sein Auto angewiesen. Er habe Verständnis dafür, dass sein Behindertenparkplatz im Februar ein paar hundert Meter weiter aus der Geesttwiete in den Geesthang verlegt wurde, sagt Bernhardt. Dass sein Parkplatz oft zugeparkt ist, ärgert ihn dagegen sehr.

Abschleppen sei unverhältnismäßig


Die Feuerwehr käme sonst mit den Löschfahrzeugen nicht zu seinem Wohnhaus durch, lautete die Begründung für die Verlegung des Stellplatzes. Und dennoch: Täglich muss er, um seinen Parkplatz benutzen zu können, die Polizei bemühen. Noch während des Gesprächs mit dem Wochenblatt an Bernhardts Auto parkt ein Transporter auf dem Nachbarparkplatz ein, der ebenfalls Behinderten vorbehalten ist. Bernhardt spricht den Fahrer an, der antwortet, er habe das Schild nicht gesehen und fährt davon. Bernhardt ist irritiert, dass die Polizei nur Tickets verteilt und die Autos auch vor seinem Wohnhaus nicht abschleppen lässt: Das sei unverhältnismäßig, habe man ihm geantwortet.

Zeitnahe Ahndung


Feuerwehrsprecher Werner Nölken erklärt auf Anfrage, die Feuerwehr nehme niemandem einen Behindertenparkplatz weg und werde, wenn überhaupt, nur beratend tätig. Zuständig sei das Bezirksamt. Das wiederum teilt mit, die untere Verkehrsbehörde sei zuständig, also die entsprechende Abteilung im Billstedter Kommissariat (PK 42) der Polizei. Von dort erklärt Matthias Oeser, die Mitarbeiter der Verkehrsabteilung hätten mehrfach mit Herbert Bernhardt Kontakt gehabt und ihm mitgeteilt, „dass seitens des PK 42 selbstverständlich alle erforderlichen Maßnahmen getroffen werden, um ihm eine uneingeschränkte Nutzung seines Behinderten-Parkplatzes zu ermöglichen“. Wenn der Platz erneut blockiert sei, solle er sich melden, „um zeitnah Personal zur Ahndung der Ordnungswidrigkeit, im Rahmen der Prioritätensetzung, zu entsenden“. Funkstreifenbesatzungen, bürgernahe Beamte und der den ruhenden Verkehr kontrollierende Kollege seien außerdem in Kenntnis gesetzt. Ergänzend hieß es auf Anfrage im PK, es sei durchaus denkbar, dass ein blockierendes Fahrzeug aus einem Behindertenparkplatz sofort abgeschleppt werde. (fbt)
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1 Kommentar
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Daniela Bieler aus Winterhude | 23.02.2017 | 00:05  
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