„Billstedter Kochs“ überzeugen in Hamburg

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Okan, Robbie und Richard (v.l.) aus der Klasse 8b der Stadtteilschule Öjendorf gehören zu den „Billstedter Kochs“ Fotos: Sichting
 
Die Jury: Charlotte-Viktoria Stich, Miriam Lange, Johnny Cook und Ctefan Wohlfeil (v.l.) probierten und bewerteten die Gerichte

Zweiten Platz beim Schüler-Kochpokal-Landesfinale erreicht

Von Mathias Sichting
Hamburg. Es geht hektisch in der gut ausgerüsteten Schulküche der Irene-Sendler-Schule zu. Der Duft von Kürbissuppe, Waffeln und angebratenen Zwiebeln liegt in der Luft. Auf den Arbeitsflächen wird geschnibbelt und gekocht. Um die Wette. Beim Finale um den Landespokal der Schülerköche geht es hoch her. Fünf Hamburger Teams standen am vergangenen Mittwoch in der Irene-Sendler-Schule in Wellingsbüttel in der Endrunde am Herd. Unter dem Motto „Alles aus Teig – Herzhaft & Süß!“ traten die Schülerköche der Goethe-Schule Harburg, der Stadtteilschule Kirchwerder, der Stadtteilschule Öjendorf sowie zwei Kochgruppen der Irena-Sendler-Schule gegeneinander an. Bundesweit beteiligten sich 126 Schülerkochteams.
Am 24. Mai wird beim Bundesfinale in Erfurt der große Sieger ermittelt. In der Hamburg-Vorrunde schieden bereits sechs Teams aus. Das Wetteifern um den Hamburger Schülerkochpokal und die Qualifikation für Erfurt war das ehrgeizige Ziel der 20 Nachwuchsköche.

Jeder Griff muss sitzen

Beim Hamburg-Finale hatte am Ende die Stadtteilschule Kirchwerder die Nase vorn. Mit ihrem Menü „Alles Gute kommt vom Boden - Pastinakencremesuppe mit Schinkenchip“ trafen sie den Geschmacksnerv der Jurymitglieder. Einen hervorragenden zweiten Platz belegte die Schülerkochgruppe „Billstedter Kochs“ der Stadtteilschule Öjendorf mit ihrem Menü „Schärfe versüßt das Leben“.
Klassenlehrerin Stefanie Böhmann begleitete ihre Schützlinge. Fünf Mal übten die Billstedter im Vorfeld ihr Menü. Jeder Handgriff sollte sitzen. Insgesamt 20 Stunden wurden in Menüauswahl, Einkäufe und Kochnachmittage investiert. „Das tolle an diesem Wettbewerb ist, dass die Schüler sehr viel über sich lernen. Oftmals entdecken sie in solchen Projekten ihre wahre Begabung. Das muss halt nicht immer Mathe oder Deutsch sein. Durch den tollen zweiten Platz im Landesfinale haben sie gespürt, dass sie etwas geschafft haben und tolle Dinge mit ihren Händen erschaffen können. Sie gehen gestärkt aus dem Wettbewerb hervor“, so die Klassenlehrerin stolz. Im ersten Gang servierten die „Billstedter Kochs“ eine Kürbissuppe mit Ingwer und hausgemachtem Fladenbrot. Ein orientalischer Pfannkuchen mit Hühnchen und Gemüseallerlei bildete den zweiten Gang. Abgerundet wurde das leckere Menü durch Waffeln mit Obstsalat.

Kochlehre in Sicht

Auch wenn es am Ende nicht ganz für das Bundesfinale gereicht hat, die Schüler waren zufrieden: „Die Jungs waren schon enttäuscht, aber auch stolz, dass sie es soweit gebracht haben. Alle vier sind an der Aufgabe gewachsen. Zwei werden jetzt ihr Praktikum im Kochbereich im September machen. Es hat sich absolut gelohnt und viel Spaß gemacht. Im nächsten Jahr würden gerne weitere Kollegen von unserer Stadtteilschule mitmachen“, resümiert Stefanie Böhmann. Und Jurymitglied Ctefan Wohlfeil sagt: „Ich freue mich, dass zwei Schüler jetzt überlegen, den schönsten Beruf der Welt zu erlernen und eine Kochausbildung beginnen wollen. Wir helfen gern bei der Suche nach Ausbildungsplätzen.“


Der Schülerkochpokal ist ein bundesweiter Wettbewerb für die Sekundarstufe I. Initiiert und gefördert durch die „Kochen macht Schule gGmbH“ und den Verband der Köche Deutschlands e. V. sollen Jugendliche für ausgewogene Ernährung und den bewussten Umgang mit Lebensmitteln sensibilisiert werden
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