Die Bille – der Geheimtipp im Osten Hamburgs

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Kleingartenromantik trifft Boots-Idylle – wie hier an der Billerhuder Insel

Start einer Mini-Serie über eine unterschätzte Idylle

Hamburg. Es gibt sie noch, Hamburgs verborgene Kleinode. Eines davon ist zweifelsohne die Bille, die sich durch Glinde, Bergedorf und den Hamburg Osten schlängelt. Ausgeprägte Seerosenfelder, alleeartiger Baumbewuchs und Sehenswertes am Ufer machen die Bille zu einem Dorado für Wassersportler mit und ohne Motor. In drei Teilen stellt das WochenBlatt diesen unterschätzten Fluss vor.

Bäche aufgenommen

Die Bille ist etwa 65 Kilometer lang; nur etwa ein Drittel davon fließt durch Hamburg. Die offizielle Quelle liegt bei Linau und wird aus dem Koberger und Linauer Moor gespeist. Über Jahrhunderte war die dort ansässige Bierbrauerei weltbekannt, zumindest in den ehemaligen deutschen Kolonien.
In ihrem Oberlauf nimmt die Bille viele Bäche auf, z.B. die Schwarze Au bei Aumühle oder die Corbek bei Witzhave. Bis Bergedorf wird der Bach- bzw. Flußlauf „Obere Bille“ genannt und bildet an vielen Stellen die Grenze zwischen den Kreisen Stormarn und Lauenburg.
Ab der Autobahn A1 wird der Abschnitt als „Untere Bille“ bezeichnet. Hier ist die Bille sehr stark durch Gewerbe und Industrie geprägt, teilt sich in verschiedene Kanäle auf und gibt einigen Stadtteilen ihren Namen, zum Beispiel Billwerder, Billbrook oder Billstedt. Letztendlich mündet die Bille bei den Schleusen Tiefstack bzw. Brandshof in die Elbe.
Als „Fluss der Gegensätze“ wird die Bille oft bezeichnet – und das zu Recht. Als weit verzweigter Wirtschaftskanal gehört die Bille zum Hafengebiet.
Auf ihr fahren heute noch Schuten und Binnenschiffe, deren Schrauben bis zu 14 Meter tiefe Löcher in den Grund gewaschen haben. Die Gewerbegebiete am Ufer verströmen oft einen sehr rauhen Charme.
Auf der anderen Seite gibt es Ecken an der Bille, die dem Paradies sehr nahe kommen. Eines davon ist das „Bermuda-Dreieck“ am Billwerder Billdeich, wo die verträumte Glinder Au in die Bille mündet. Ein weiteres ist die Billerhuder Insel mit ihren verträumten bis pompösen Lauben und zum Teil liebevoll angelegten Gärten. Die Bille hat viele Gesichter. (sdo)
u Nächste Woche: „Wohnen und Wirtschaft
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1 Kommentar
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Sven Geberit aus Billstedt | 05.08.2014 | 22:04  
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