Die „Hintzpeter“-Villa ist weg

Anzeige
Philipp Anz, Bürger aus Rothenburgsort versuchte die Villa vor dem Abriss zu retten – vergebens. Zwischen diesem Foto und dem zerstörerischen Baggereinswatz liegen nur wenige Tage. Foto: Röhe

Rothenburgsort ist ärmer geworden

Rothenburgsort. Alle Proteste und Initiativen haben nichts gebracht: vor kurzem rollte ein Abrissbagger an und sorgte für mächtigen Schutt und Ärger. „Wir haben eines der letzten schönen Bauwerke verloren. Es kann nicht angehen, was hier in Rothenburgsort mit uns gemacht wird“, ärgert sich Philipp Anz, couragierter Bürger aus Rothenburgsort.
„Stünde die Villa in Blankenese oder in einer anderen prachtvollen Gegend Hamburgs, würde sie erhalten bleiben“, ist sich der Politiker sicher. 1873 wurde das weiße Gebäude mit hölzernem Dachgiebel – direkt am Hafen an der Billwerder Bucht – nur einen Steinwurf vom Sperrwerk entfernt – gebaut. Das gemütliche, kleine Gebäude hielt den Bombennächten des Zweiten Weltkrieges stand. Einer Unterspülung hingegen (wegen des Abbruches der Kaimauer im vergangenen Jahr) fiel die Villa nun doch noch zum Opfer. Viele Rothenburgsorter Bürger sind entsetzt. Großer Widerstand hat sich auch beim Stadtteilrat Rothenburgsort gebildet: Er hatte sich einstimmig für einen Erhalt der alten Villa ausgesprochen und Unterschriftenlisten gesammelt. Genützt hat es nichts: Seit vergangener Woche steht die Villa nicht mehr.
Wie genau der Lebensmittelkonzern Cargill, der Eigentümer der schmucken Villa seit 2005 war, die Fläche nun nutzen wird, steht derzeit noch nicht fest. (mr)
Anzeige
Anzeige
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.
Anzeige
Anzeige