Ein halbes Leben in Hamburg-Hamm zuhause

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Ida Mars fühlt sich im Seniorenheim „Haus Hammer Landstraße“ wohl Foto: Wulf

Ida Mars feiert am Donnerstag ihren 100. Geburtstag

Hamburg. Mit ihren wachen, blauen Augen und ihrem freundlichen Lächeln wirkt Ida Mars viel jünger, als sie ist. Und doch, als sie am 26. Juni 1914 in Ahrensburg geboren wurde, herrschte in Deutschland sogar noch ein Kaiser! Am Donnerstag feiert sie ihren 100. Geburtstag. Ein kleiner Rückblick zu diesem außergewöhnlichen Tag, an dem Ida Mars, anders als ein Bestseller meint, aus dem Fenster steigt und verschwindet, sondern mit ihrer Familie feiert.
Mit 24 Jahren heiratete Ida Mars einen Berufssoldaten und zog nach Ratzeburg. Ein Jahr später kam ihre Tochter auf die Welt. Die Familie zog nach Itzehoe. Als Mars‘ Ehemann 1956 eine Anstellung bei der Post fand, folgte der Umzug nach Hamburg-Hamm. An Itzehoe ging der Luftkrieg im Vergleich zur Hansestadt vergleichsweise spurlos vorbei. „In Hamburg sah es noch schlimm aus“, erzählt die Rentnerin. Trotzdem fühlte sich die Familie wohl und blieb dem Stadtteil bis heute treu. „Ich würde immer wieder nach Hamm ziehen“, sagt Ida Mars. „Der Hammer Park ist wunderschön, dort gingen wir früher täglich spazieren.“ Sie liest gern, löst Rätsel oder macht Handarbeiten wie Stricken. Ein Geheimrezept für ihr hohes Alter hat sie nicht. „Ich habe einfach gelebt“. Dem Fortschritt steht die alte Dame offen gegenüber. Internet und Handys findet sie gut, auch wenn sie selbst keines hat: „Die machen das Leben so viel leichter.“
Ida Mars hat einen Kaiser und zwei Weltkriege überlebt. Beim Rückblick denkt sie aber vor allem an schöne Momente, zum Beispiel bei den Geburtstagen. Am Donnerstag wird es im Kreise der Familie bestimmt einige davon geben. (mbw)
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