Ein Herz für die schwerkranke Emilia

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Die zehnjährige Emilia hat einen angeborenen Herzfehler und wartet auf ein neues Herz. Derzeit wird sie im UKE behandelt Foto: privat
 
Vor dem Herzzentrum am UKE: Die Eltern Christian und Ulrika Klawonn (v. li.) sowie die Initiatorinnen des Helfer-Projekts für Emilia, Cornelia Reuter und Kathrin Bliefert Foto: privat

Freunde unterstützen Familie des zehnjährigen Mädchens, das im UKE Hamburg auf ein Spenderherz wartet. Wer kann mit einer Geldspende helfen?

Von Thomas Oldach
Hamburg
Seit sie auf der Welt ist, weiß sie, was es heißt, um das eigene Leben zu kämpfen. Doch jetzt sind ihre Kräfte nahezu aufgebraucht. Alle bisher verabreichten Medikamente helfen nicht mehr. Denn: Emilia braucht im Alter von zehn Jahren ein neues Herz. Das Hamburger Wochenblatt ruft auf: Helfen Sie mit, Emilia zu helfen!

Unheilbare Herzschwäche

Am 21. Oktober 2006 kam Emilia mit einer genetisch verursachten Erbkrankheit auf die Welt. Diese wurde jedoch erst Monate später durch einen Herz-Spezialisten entdeckt. Resultat: eine unheilbare Herzschwäche – wobei die linke Herzhälfte einen vergrößerten Muskel aufbaut, aber nicht genügend Blut pumpen kann. Im Verlauf der Erkrankung wird eine Herzhälfte immer größer, pumpt aber immer weniger und lagert sogar Blutgerinnung ab.Trotz aller Einschränkungen, gerade im Sportbereich, hat Emilia ihren Weg gemeistert. Sie ist eine neugierige Zehnjährige mit guten Schulnoten auf dem Weg in die Pubertät. In Ammersbek bei Ahrensburg ist sie aufgewachsen. Hat dort ihre Freunde. Und zwei heiß geliebte Meerschweinchen.

Emilia auf Intensivstation

Doch nun ist alles anders: Zur Zeit liegt Emilia auf der Intensivstation des Herzzentrums in der Uniklinik Eppendorf und hofft, dass sie bald ein Spenderherz bekommt. Emilia wurde mit Dringlichkeitsstufe auf die Spenderliste gesetzt.
Über die Feiertage zum Jahreswechsel 2016/2017 hat Emilia in zwei schweren Herz-Operationen tapfer gekämpft. In einer OP wurde ihr für die linke Herzhälfte ein künstliches Herz (Berlin-Heart) implantiert, um die rechte Herzhälfte zu entlasten und damit den gefährlichen Lungenüberdruck zu verringern. Aber es gab am Neujahrsabend Komplikationen, so dass Emilia noch einmal zur Not-OP musste. Diese hat sie trotz ihres geschwächten Zustands überstanden.

Hohe Belastung für Eltern

Emilias Eltern sind deshalb auch sehr zuversichtlich: „Unsere Tochter wird am UKE hervorragend versorgt und betreut“, sagen Ulrike (37) und Christian (40) Klawonn. Aber ein zehnjähriges Mädchen hat an den Umständen natürlich schwer zu tragen. Aktuell muss sie das Bett hüten, hat kaum Bewegungsfreiheit, an einen Schulbesuch ist nicht zu denken, die Meerschweinchen sind bei einer Pflegefamilie. Die Zeit bis zu einer Herztransplantation kann sich hinziehen – bis zu einem Jahr Wartezeit sind keine Seltenheit. Aktuell nehmen die Mutter als Personalsachbearbeiterin bei der Polizei Hamburg sowie der Vater als Sachbearbeiter beim Zoll ihren Jahresurlaub. Doch was kommt danach? „Wir wollen uns möglichst rund um die Uhr um Emilia kümmern“, sagt Ulrike Klawonn. Dies ist nur unter Einschränkung der Arbeitszeit möglich und bedeutet Abstriche beim Einkommen.

Freunde helfen – Spender gesucht

Aber wozu hat man Freunde, die helfen wollen und jetzt regelrecht die Ärmel für Emilia aufkrempeln? Die engsten Freunde der Familie, die seit dem Jahr 2000 in Ammersbek wohnt, möchten Spenden für die kleine Familie Klawonn sammeln – „obgleich das Ehepaar noch nie um etwas gebeten hat“, wie Cornelia Reuter (37), die für den Airbag/Automobilzulieferer ZF TRW tätig ist, und die Rechtsanwältin Kathrin Bliefert (35) sagen. Doch die guten Freundinnen aus gemeinsamen Zeiten in Rostock wollen jetzt mit einer Spendensammlung helfen, um vor der Herz-Transplantation bei Krankenhaus-, Fahrt- sowie Parkkosten zu unterstützen und um nach der Herztransplantation zu einem sterilen Umfeld für Emilia beizutragen – wie die zwingend notwendige Renovierung und Neuausstattung (desinfizierbare Möbel, Wand- und Bodenbeläge) der Wohnung. Die Deutsche Herzstiftung hat bereits finanzielle Hilfe zugesagt. Der Verein „Grashoppers“ Rostock ist ebenfalls dabei – gehen doch auf dessen Konto die Spenden.

Eine Sammelseite für Spenden ist bereits online unter Leetchizu erreichen. Für das Login „Name des Empfängers“ (= Emilia) und „Titel meines Sammelpools“ (= Ein neues Herz für Emilia) eingeben.

Spenden für das Projekt unter dem Stichwort „Emilia“ an die OstseeSparkasse Rostock, Kontoinhaber ist der Grashoppers e.V./Frank Gösch, IBAN: DE03 1305 0000 0201 0739 27
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