Ein Stück Hoffnung für Kafoune Doumbia

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Kafoune Doumbia und ihr Sohn Ousmane leben seit vier Jahren in Barmbek Foto: Schlichtmann

Witwe mit Sohn aus Hamburg sucht Wohnung für Neuanfang

Von Klaus Schlichtmann
Hamburg
Vier mal vier Meter – auf diesen 16 Quadratmetern in einem Rotklinker-Mehrfamilienhaus in Barmbek spielt sich für Kafoune Doumbia (46) und ihren Sohn Ousmane (5) ein Großteil des Alltags ab. Es ist das Wohnzimmer der Witwe. Dazu kommen noch eine kleine Küche und das Bad. Kafoune Doumbia lebt seit vier Jahren in dieser Erdgeschosswohnung an der vierspurigen Dennerstraße, einer vielbefahrenen Verkehrsachse von Wandsbek zur City-Nord. Das Fenster kann sie wegen des Lärms und der Abgase kaum öffnen, ihr kleiner Sohn erleidet schon so immer mal wieder asthmatische Hustenanfälle. Seit Monaten sucht die hochgewachsene Frau aus Mali ein neues Zuhause – bisher vergeblich. „Sie hat eine harte Zeit hinter sich“, erklärt Britta Börner vom „Verbund sozialtherapeutischer Einrichtungen“ (VSE). Die Sozialpädagogin kümmert sich seit geraumer Zeit um die kleine Familie, hilft ihr bei der Suche nach einer größeren Zweizimmer-Wohnung, unterstützt sie auf dem Weg in eine bessere Perspektive – alle Bemühungen blieben bisher allerdings erfolglos. Sie steht der Mutter auch psychisch zur Seite. Britta Börner: „Ihr Ehemann ist vor gut drei Jahren nach langer Krankheit im Alter von 42 Jahren an Krebs gestorben.“ Diese leidvolle Zeit zwischen Hoffen und Bangen, zwischen der Klinik Barmbek und der häuslichen Pflege in der engen Wohnung haben die ausgebildete Krankenschwester depressiv gemacht. Dazu beigetragen hat wohl auch, dass bereits wenige Jahre zuvor der erste Ehemann von Kafoune Doumbia gestorben war. Britta Börner: „Die Frau wird in ihrer kleinen Wohnung täglich an den langsamen Sterbeprozess ihres Mannes erinnert, die Gedanken an diese Zeit wird sie in der alten Umgebung nicht los!“ Auch deshalb möchte die Witwe möglichst schnell aus ihrer jetzigen Unterkunft in eine neue, etwas größere Wohnung ziehen, am liebsten innerhalb Barmbeks, aber auch nach Billstedt oder Mümmelmannsberg, weil sie dort Freunde hat. Ihr Sohn Ousmane kommt nach den Sommerferien in die Vorschule. Eine neue Wohnung wäre auch für ihn ein Stück Hoffnung. Hoffnung auf einen Neuanfang.
Kafoune Doumbia besucht zurzeit einen weiterführenden Deutschkursus, finanziell ist sie durch das Jobcenter, eine kleine Witwenrente sowie Kindergeld abgesichert. Ein Dringlichkeitsschein für eine Wohnung bis 70 Quadratmeter liegt ebenfalls vor. Britta Börner: „Es wäre toll, wenn wir auf diesem Wege über die Leser des Hamburger Wochenblattes eine neue Wohnung für die junge Witwe und ihren Sohn finden könnten!“

Kontakt: VSE, Britta Börner, Telefon 73 44 89 40
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