„Elbmütter“ helfen Müttern

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Projektleiterin Ann-Christin Röver (vorne v.li.), Caritas-Vorstand Marie-Theresia Gräfin von Spee, eine Teilnehmerin, Projektleiterin Inke Hansen, Bürgerschaftspräsidentin Carola Veit und die neuen „Elbmütter“ Fotos: ks

Zwölf Frauen in Rothenburgsort sind fit für ehrenamtlichen Einsatz

Von Klaus Schlichtmann
Hamm Das war ein großer Tag für alle Beteiligten: In Anwesenheit von Bürgerschaftspräsidentin Carola Veit sowie Marie-Theresia Gräfin von Spee, Vorstand des Caritas-Verbandes Hamburg, wurden am Freitag in Rothenburgsort zwölf Frauen mit Migrations-Hintergrund zu „Elbmüttern“ ernannt. Die Frauen aus sieben Nationen - Türkei, Serbien, Irak, Ägypten, Kosovo, Portugal und Afghanistan - sollen in ihrem Stadtteil als Ansprechpartnerinnen und Assistentinnen insbesondere für ausländische Frauen und Familien in Rothenburgsort sein. Dafür wurden sie in den letzten drei Monaten geschult und auf ihre Aufgaben vorbereitet.

Integration von Kindern

Themen der Schulung waren unter anderem „Wo finde ich eine gute Kita für mein Kind?“, „Was für finanzielle Hilfen gibt es für Familien?“, „Wie kann ich mein Kind
ernähren?“ „Die ehrenamtlichen Elbmütter informieren Familien mit Migrations-Hintergrund über Angebote im Stadtteil und unterstützen sie bei Erziehungsfragen, um so auch die gesellschaftliche Integration der Kinder zu verbessern“, erklärt Inke Hansen vom „Projekt Elbmütter“.

„Dieses Projekt ist
ein sehr guter Ansatz und eine tolle Ergänzung
zur Elternschule in
diesem Stadtteil.“
Bürgerschafts-Präsidentin Carola Veit

„Dieses Projekt ist ein sehr guter Ansatz und eine tolle Ergänzung zur Elternschule in diesem Stadtteil“, lobte Bürgerschafts-Präsidentin Carola Veit die Initiatoren. Und weiter: „Man muss in die Familien gehen, um die Frauen dort zu erreichen - die „Elbmütter“ kommen aus ihren Kulturkreisen, sprechen ihre Sprachen und werden so sicher schnell das Vertrauen der Familien gewinnen.“

Menschen an die Hand nehmen

Auch Caritas-Präsidentin Gräfin von Spee fand lobende Worte für dieses einmalige
Projekt: „Man braucht solche Menschen, die einen an die Hand nehmen und in den unterschiedlichsten sozialen Bereichen helfen - besonders, wenn man neu in der Stadt ist. An die stolzen „Elbmütter“ gewandt, erklärte sie: „Stecken Sie andere hier in Rothenburgsort mit Ihrer Kraft und Freude an. Mit ihrem Engagement bringen Sie mehr Leben und Sicherheit in diesen Stadtteil, dafür danke ich Ihnen!“ Nach dem offiziellen Teil wurde dann das internationale Buffet eröffnet, das die „Elbmütter“ liebevoll vorbereitet hatten. Und die abwechslungsreichen Gerichte wie vegetarische Teigtaschen aus Afghanistan, Kukus-Salat aus der Türkei oder serbischer Hackbraten mit Ei schmeckten allen Gästen hervorragend...
Das multikulturelle Stadtteilprojekt „Elbmütter“ befindet sich in der Trägerschaft des Caritasverbandes für Hamburg und wird durch das Bezirksamt Mitte sowie Spendenmittel finanziert.
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