Endlich Ruhe im Viertel

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Als Folge der Baustelle sind in der Klaus-Groth-Straße auch einige Parkplätze weggefallen Foto: Landeck

Anwohner der Klaus-Groth-Straße wollen Einbahnverkehr behalten

Von Johanna Landeck
Borgfelde
Dass ständiges Motorenbrummen reichlich aufs Gemüt schlagen kann, liegt auf der Hand. Für ungewohnte Ruhe sorgte in den vergangenen Wochen eine Baustelle an der Klaus-Groth-Straße: Die Fahrbahn wurde aufgrund von Leitungsarbeiten kurzerhand in eine Einbahnstraße verwandelt. Und genau das soll auch in Zukunft so bleiben, findet Ralf Hopf. Rückendeckung bekommt der Anwohner nun von den Grünen und der SPD. „Als die Straße zur Einbahnstraße wurde, waren die Menschen plötzlich viel entspannter“, berichtet Hopf. „Auch ich konnte endlich einmal bei offenem Fenster schlafen. Zudem waren die beiden Spielplätze deutlich belebter als zuvor. Die Autos waren durch die Baustelle eben gezwungen, sehr viel langsamer zu fahren.“
Hopf spricht von einer „deutlichen Entlastung“ für die Anwohner und bemängelt insbesondere, dass viele Autos und Lkw die Straße für gewöhnlich als Schleichweg nutzen würden. „Mit der Baustelle hat sich der Wohngebietscharakter der Straße wieder neu herauskristallisiert“, so Hopf. „Vor allem für ältere Menschen, welche die kleinen Geschäfte, den Bäcker und den Fleischer aufsuchen wollen, wäre es sehr viel ungefährlicher und entspannter, wenn die Klaus-Groth-Straße auch in Zukunft eine Einbahnstraße bleiben würde.“

Kaum jemand hält sich an Tempo 30


Auch Yannick Regh, Mitglied der SPD Fraktion Hamburg-Mitte, sieht in der überhöhten Geschwindigkeit vieler Autofahrer ein gravierendes Problem: „Obwohl es sich hier um eine Tempo-30-Zone handelt, wird diese Geschwindigkeit oft nicht eingehalten.“ Daher hat die SPD eine Geschwindigkeitsmessung bei der Polizei angefordert, die in Kürze beginnen soll. Darüber hinaus fordern SPD und Grüne eine Verkehrszählung, da es keine Zahlen gibt, die Auskunft darüber geben, wie viele Fahrzeuge die Klaus-Groth-Straße tatsächlich Tag für Tag passieren.
„Wir werden im September zudem einen Prüfantrag im Ausschuss für Umwelt und Verkehr einreichen, um klären zu lassen, welche Maßnahme die Verkehrssituation in der Klaus-Groth-Straße langfristig verbessern könnte“, so Maximilian Schories von der Grünen Fraktion Hamburg Mitte.
Alternativ zur von den Anwohnern favorisierten Einbahnstraßenlösung könnten beispielsweise auch dauerhaft Bremsschwellen installiert werden, so Schories und Regh.
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