Engpass entschärft

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Bezirksabgeordneter Jan Oppermann (SPD) steht auf der Verkehrsinsel vor der Schwindsuchtbrücke. Im Hintergrund ein Streifenwagen der Polizei, der an der neuen Ampelanlage auf Durchfahrt wartet Foto: Röhe

Ampel verbessert Situation an der Schwindsuchtbrücke

Von Matthias Röhe
Rothenburgsort
Die neue Ampelanlage auf der Schwindsuchtbrücke hat die Situation für die Autofahrer entschärft. Sie passieren die verengten Fahrbahnen nicht mehr gleichzeitig. Der SPD-Bezirksabgeordnete Jan Oppermann ist zufrieden: „Die Ampel ist eine gute Lösung“, sagt er. Dennoch gelte auch weiterhin das Durchfahrverbot für Fahrzeuge mit mehr als zwei Metern Breite. Die Zufahrt in den Stadtteil Rothenburgsort für breitere Fahrzeuge ist seit vielen Jahren deutlich eingeschränkt. Dafür wurden feste Fahrbahneinengungen in der Ausschläger Allee und auf der Billhorner-Deich-Brücke – im Volksmund auch Schwindsuchtbrücke – errichtet. Hintergrund war der Wunsch der Bevölkerung, größere Lkw, die ihren Fahrtweg abkürzen wollten, aus dem Stadtteil herauszuhalten. So soll die Wohn- und Lebensqualität in Rothenburgsort erhalten werden. In das Konzept der Fahrbahnverengung ist auch die Billhorner-Deich-Brücke mit einer Fahrbahnbreite von 4,5 Meter eingebunden. Genau hier kam es in der Vergangenheit immer wieder zu Kollisionen. Im Verkehrsausschuss wurden daher mehrere Möglichkeiten diskutiert: Die Polizei plädierte anfangs für das Einrichten einer Einbahnstraßenregelung. Es folgte die Idee, die Fahrbahn für Kraftfahrzeuge von 450 auf 600 Zentimeter zu verbreitern und eine Zufahrtbeschränkung mit einer durch eine Schranke geregelten Umfahrungsmöglichkeit zwischen Ausschläger Billdeich und Eisenbahnüberführung Bahnhof Rothenburgsort zu bauen. Das wurde von der Kommunalpolitik, dem Stadtteilrat und vielen Rothenburgsortern abgelehnt.
Nun die Wende mit der neuen Ampelanlage. Damit werde der Unfallschwerpunkt deutlich abgeschwächt werden, ist sich Jan Oppermann, der seit 32 Jahren in dem Stadtteil lebt sicher. Bleibt das Problem mit dem Durchfahrverbot für breitete Fahrzeuge. „Leider halten sich viele Fahrzeugführer nicht daran. Ich wünschte, die bestehenden Poller würden wieder direkt an die Fahrbahn versetzt werden“, sagt Oppermann.

Info:
Der Name Schwindsuchtbrücke rührt Erzählungen nach daher, dass zu jeder Jahreszeit im Brückenbereich ein beständiger Wind herrscht, es für empfindliche Menschen zieht. Auf diese Weise könne man sich die Schwindsucht
einfangen…
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