Feuer löschen lernen in Hamburg

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Erster Spatenstich für die Brandsimulationsanlage (v.li.): Oberbranddirektor Klaus Maurer, Projektleiter Tobias Bröning, Innensenator Michael Neumann und Bernd Herrenkind, Leiter der Feuerwehrakademie Foto: Jenssen

Feuerwehr bekommt eine neue Brandsimulationsanlage

Von Martin Jenssen
Hamburg. Endlich: Die Hamburger Feuerwehr bekommt eine neue multifunktionale Brandsimulationsanlage. Am Montag erfolgte auf dem Gelände der Feuerwehrakademie in Billbrook der erste Spatenstich für die 54 Meter lange Stahlhalle. Die neue Anlage ist für die Ausbildung der jungen Nachwuchskräfte der Feuerwehr ungemein wichtig. Die bisher an der Feuerwehrakademie betriebene Brandgewöhnungsanlage ist aufgrund der jahrelangen besonderen Belastung durch große Hitze und offenes Feuer in der Substanz nicht mehr zu erhalten, also quasi verbrannt.

Multifunktional

Mit dem Neubau der multifunktionalen Brandsimulationsanlage, die etwa 2,1 Millionen Euro kosten wird, werden unterschiedliche Trainingsmöglichkeiten unter realistischen Einsatzbedingungen geschaffen. So kann in der neuen Anlage unter anderem die Bekämpfung von Kioskbränden und Kabelbränden geübt werden. Simuliert werden auch Rettungseinsätze in Bahnhöfen sowie in U- und S-Bahn-Schächten. Oberbranddirektor Klaus Maurer, Amtsleiter der Hamburger Feuerwehr: „Wenn es zu Bränden im Elbtunnel oder in einem Industrietunnel kommen sollte, stellt das besondere Anforderungen an die Einsatzkräfte. Das muss gut trainiert werden.“
Schon im kommenden Herbst soll die Anlage in Betrieb genommen werden. Innensenator Michael Neumann versprach, dass er dann „als Feuerwehrmann“ dabei sein werde. Er selbst wolle, natürlich unter Anleitung erfahrener Feuerwehrtrainer, die Anlage durchlaufen, während sie in Betrieb ist. Neumann: „Nur so ist es möglich, zu erfahren, welchen Belastungen die Einsatzkräfte der Feuerwehr ausgesetzt sind.“
Die Simulations-anlage wird von der Firma Dräger gebaut. Der Lübecker Betrieb ist spezialisiert auf Feuerschutz. Projektleiter Tobias Bröning versicherte, dass auch die Belange des Umweltschutzes bei der neuen Halle berücksichtigt werden. Die Anlage wird mit Propangas betrieben. Zum Löschen wird aufgefangenes Regenwasser verwendet.
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