Fluchterlebnisse hautnah

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Schülerinnen und Schüler der GSM, die in dem ersten Buch der „Mümmelmannsberger Schriften“ ihre Erlebnisse schildern. In der Mitte Herausgeberin Ulrike Hasse. Foto: zz

In den „Mümmelmannsberger Schriften“ kommen Schüler zu Wort

Mümmelmannsberg. Als eine der ersten Schulen in Hamburg hat die Ganztagsstadtteilschule Mümmelmannsberg (GSM) kürzlich das erste Buch einer eigenen Buchreihe vorgestellt. In dem Buch „Meine Geschichte“, herausgegeben von Ulrike Hasse, berichten 20 Schülerinnen und Schüler der Oberstufe, die fast alle einen Migrationshintergrund haben, über ihre Lebenswelt.
In den biographischen Erzählungen werden die ergreifenden Schicksale überwiegend so geschildert, wie die Jugendlichen sie erlebt haben. Schüler, die in diesem Buch zu Wort kommen, stammen aus Afghanistan, Kasachstan, dem ehemaligen Jugoslawien und aus der Türkei. Einen großen Raum nimmt dabei das Thema „Flucht“ ein.
Einige erzählen, wie sie schon als kleine Kinder ihre Heimat verlassen mussten, andere haben die Erlebnisse ihrer Eltern aufgeschrieben. Auch wenn die meisten Jugendlichen sich heute nach wie vor zu dem Land bekennen, in dem ihre Eltern und Vorfahren gelebt haben, so ist vielen doch inzwischen die Bundesrepublik Deutschland die „erste“ Heimat geworden. Jeder Geschichte der Schüler sind zwei Zeilen eines Gedichtes vorangestellt, die den Autoren besonders berührten und für ihn wichtig waren. Auch in den Geschichten wird auf dieses Gedicht eingegangen.
Ulrike Hasse, die Herausgeberin des ersten Bandes der „Mümmelmannsberger Schriften“, leitete die jungen Autoren in ihrem Deutschkurs an und wird dies auch bei den nächsten Büchern tun. „Es ist daran gedacht, dass jährlich etwa ein bis zwei neue Bände herausgegeben werden mit den Schwerpunkten ‚Biographische Zeugnisse‘, ‚Geschichte, Kunst und Literatur‘ und ‚Naturwissenschaften‘, sagte Dr. Martin Meier, einer von drei Herausgebern. Die Bücher sind in der GSM und auch im Buchhandel erhältlich. (zz)
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