„Für Billstedt brennen“

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Die Billstedter Heike Dahlgaard, Angela und Dieter Niedenführ (v. l.) wollen mit ihrer Initiative „Wir für Billstedt“ das Image des Stadtteils nachhaltig verbessern Foto: Landeck

Eine kleine aber umso engagiertere Initiative macht sich für den Stadtteil stark

Von Johanna Landeck
Billstedt
Wer will, das sich was ändert, der muss auch etwas dafür tun. Und so begaben sich Heike Dahlgaard, Dieter und Angela Niedenführ und eine Handvoll weiterer „begeisterter Billstedter“ vor runden 15 Jahren auf eine ganz besondere Mission. Ihr Ziel: Das Image des Stadtteiles in der Öffentlichkeit gründlich aufzupolieren.

„Schon in den Sechzigerjahren war das Billstedter Image nicht gerade das beste, damals war das hier die Hochburg der Rocker.“ Heike Dahlgaard

„Schon in den Sechzigerjahren war das Billstedter Image nicht gerade das beste“, erklärt Heike Dahlgaard. „Damals war das hier die Hochburg der Rocker.“ Seitdem hat sich allerhand getan. Einst aus dem noch heute aktiven Bürger- und Kommunalverein Billstedt von 1904 hervorgegangen, setzt sich die Initiative „Wir für Billstedt“, die neben den Niedenführs und Heike Dahlgaard vier weitere Mitglieder umfasst, seit der Jahrtausendwende dafür ein, dass das Image ihres geliebten Stadtteiles in der Öffentlichkeit positiver wahrgenommen wird. Und auch auf stadtteilpolitischer Ebene mischen die Aktivisten mit: „Beispielsweise ist es uns gelungen, eine Schlickdeponie in unserem Stadtteil zu verhindern“, so Angela Niedenführ, die 1952 in Billstedt geboren wurde.

Lichterfest im Schleemer Park


Fester Bestandteil im Repertoire der Initiative ist zudem die Ausrichtung des alljährlichen Lichterfestes im Schleemer Park. „Billstedt ist wahnsinnig bunt und lebendig“, sagt Heike Dahlgaard, die seit 18 Jahren im Stadtteil lebt und nie wieder woanders wohnen möchte. „Man kommt aus der Tür und ist mitten drin im Leben. Hier ist nichts verstaubt oder hochnäsig, die Gemeinschaft und die Solidarität unter den Menschen hier sind einmalig. Natürlich gibt es Kriminalität, genauso wie überall sonst auch.“ Dahlgaard weiter: „Aber von brenzligen Situationen keine Spur, ich habe mich in Billstedt noch nie unsicher gefühlt.“ Mehr noch: Die Mitglieder der Initiative fühlen sich für ihren Stadtteil regelrecht verantwortlich. „Aktuelle Themen sind beispielsweise die Sauberkeit. Zudem setzen wir uns dafür ein, dass Studentenwohnungen in Billstedt geschaffen werden, das verjüngt den Stadtteil und erhöht gleichzeitig die Kaufkraft“, erläutert Angela Niedenführ. Tatsächlich ist die Initiative „Wir für Billstedt“ selbst wortwörtlich in die
Jahre gekommen. „Natürlich würden wir uns wünschen, dass wir unser Engagement irgendwann in jüngere Hände abgeben können“, meint Heike Dahlgaard.

Unterstützer gesucht


Wer Interesse daran hat, sich für Billstedt stark zu machen und dabei auch noch neue Leute kennenzulernen, der kann sich unverbindlich bei Claudia Deppermann unter 040/73671036 melden. Heike Dahlgaard: „Wir sind offen für neue Ideen und absolut flexibel. Es geht einzig und allein darum, dass jemand für Billstedt brennt.“
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