Fußgänger müssen in Hamburg warten

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An der Hammer Landstraße Höhe Luisenweg ist die Rotphase für Fußgänger lang Foto: Röhe

Behörde: Kürzere „Steh“-Zeiten würden für Staus sorgen

Hamburg. Die Ampelphase für Fußgänger an den Hauptverkehrsstraßen in Hamm wird nicht geändert. Die Verkehrsbehörde hat einen Antrag des Regionalausschusses Hamm abgelehnt. Begründung: Der Autoverkehr würde sich weit zurückstauen.
Drei Hauptverkehrsstraßen verlaufen durch den Stadtteil Hamm: Eiffestraße, Hammer Landstraße und Sievekingsallee verbinden die drei ehemaligen Stadtteile Hamm-Nord, -Mitte und -Süd. Für viele Pendler, die in Hamburg arbeiten, aber nicht wohnen, sind sie wichtige Zufahrtsstraßen mit autofreundlichen Grünphasen. Für Fußgänger hingegen ist das Überqueren der Haupttrassen mit langen Wartezeiten an den Ampeln verbunden. Beispiel: Eiffestraße Höhe Wichernsweg. „Hier steht man weit über eine Minute“, sagt Harry Westfehling (FDP). Vor allem die Überwindung von zwei hintereinander liegenden Fußgängerampeln erfordert von den Passanten sehr viel Geduld. Was viele dazu verleitet, bei Rot über die Straße zu laufen. Der Regionalausschuss wollte das mit eine Antrag ändern. Die zuständige Verkehrsbehörde jedoch sieht keinen Handlungsbedarf. In einer aktuellen Stellungnahme heißt es: Die Eiffestraße ist als Hauptverkehrsstraße mit etwa 52.000 Kfz in 24 Stunden hoch belastet. Um diese große Verkehrsmenge bewältigen zu können, sind die Ampeln des Straßenzuges Eiffestraße von morgens 4 Uhr bis abends 21 Uhr mit Signalprogrammen geschaltet, bei denen die Umlaufzeit ausnahmslos 90 Sekunden beträgt. Mit dieser Umlaufzeit ist die Abwicklung des Fuß-, Rad-, Individual- und Wirtschaftsverkehrs, wie auch des öffentlichen Personennahverkehrs (ÖPNV) sichergestellt. Bei der Bewertung von Wartezeiten für den Fußgängerverkehr, die sogenannte „mittlere Fußgängerwartezeit“ (kleiner 60 Sekunden), ist für die Fußgängerquerung in Höhe Wichernsweg, bei einem 90 Sekunden Umlauf, eine durchschnittliche Wartezeit von 56 Sekunden und eine maximale Wartezeit von 100 Sekunden ermittelt worden. Eine Kürzung wäre wünschenswert, aber nicht ohne erhebliche Nachteile zu realisieren. So hätte eine Veränderung Auswirkungen auf die Verkehrsabwicklung an der Einmündung und die Koordinierung einer grünen Welle. Die Folgen wären Rückstauungen in diesem Straßenzug bis zum Anckelmannsplatz und darüber hin-
aus. Ampelanlagen an den übrigen Hauptverkehrsstraßen sollen noch überprüft werden. (mr)
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3 Kommentare
71
Philipp Anz aus Rothenburgsort | 11.02.2014 | 17:39  
28
dieter Hesimann aus Hamm | 11.02.2014 | 18:28  
71
Philipp Anz aus Rothenburgsort | 11.02.2014 | 21:57  
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