Garten eingeweiht

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Viele Besucher hatten Pflanzen im Gepäck, die in den kommenden Tagen und Wochen im neuen Stadtteilgarten direkt an der Griesschule gepflanzt werden. Foto: Röhe

Etwa 200 Besucher kamen in die Griesstraße

Hamm-Nord. „Wir freuen uns riesig, dass so viele Menschen unser Pflanzenfest besucht haben“, sagt Gudrun Glöckner von der Gartengruppe Hamm. Kürzlich wurde das knapp 800 Quadratmeter große Areal auf dem Gelände der Griesschule mit einem Fest eingeweiht. „Es kam sogar eine 100jährige Frau, die es einfach toll fand, am Lagerfeuer zu sitzen. Da kamen Erinnerungen auf“, sagt Gregor Ley, ebenfalls aktives Mitglied der Gartengruppe Hamm. Die „Grünen Hammer“, wie sie sich selbst bezeichnen, sind Teil der Initiative „Hamm`wir alles – Ein Stadtteil wird kreativ“. Sie haben sich in den vergangenen Monaten (das WochenBlatt berichtete) nach einem idealen Standort umgeschaut. Seit einigen Tagen haben sie eine Fläche direkt an der Griesschule gefunden. Nun werden dort verschiedene Sträucher, Blumen und kleine Bäume gepflanzt. Schwerpunkt sind allerdings alle möglichen Nutzpflanzen wie Winterzwiebeln, Ingwer, Kohl, verschiedene Lauch- und Kartoffelsorten. Auch Him-, Brom- und Erdbeeren sollen im Stadtteilgarten gepflanzt werden. „Unser Ziel ist, diesen Garten als mobile Volksküche anzusehen. Obst und Gemüse wird direkt geerntet, im Anschluss gekocht und danach direkt vor Ort verkostet“, sagt Susanne Buhl. „Vorstellbar sind auch Schulenklassen und oder Gruppen aus Kindergärten, die während des Unterrichts in den Stadtteilgarten kommen und naturnahen Unterricht machen“, ergänzt die Grüne Hammerin. Heimische Vögel und Insekten runden das Naturerlebnis ab.
Das Pflanzfest war eine gute Gelegenheit für alle interessierte Gärtner, sich mit Pflanzideen einzubringen. Viele Besucher kamen mit Blumen und Gewächsen in die Griesstraße und legten selbst Hand an.
Die benachbarte Kleingartenkolonie spendete eine Regentonne. Zwar war diese defekt, aber nutzen konnte die Gartengruppe Hamm sie dennoch. „Ich habe sie mit 20 Kubikmeter Erde befüllt und dann im Mehrschichtensystem jeweils mit Schreddergut, Kompost und Stroh versehen“, sagt Peter Monath. Entstanden ist ein einzigartiger Erdbeer-Turm, der mit drei verschiedenen Sorten Erdbeeren bestückt ist. Peter Monath hat ihn in wenigen Stunden im Schichtverfahren erstellt. In den kommenden Tagen werden verschiedene Sorten Kartoffeln auf einem eigens dafür vorgesehenen Acker gepflanzt. „Vielfalt und Natürlichkeit stehen ganz vorn“, erklärt Susanne Buhl. So versteht es sich von selbst, dass in der Kräuterspirale, der Wildblumenwiese oder im Obstfeld jeweils verschiedene Sorten zu finden sind.
Mehrere Kubikmeter Komposterde, Stroh und natürliche Bodenverbesserer wurden verteilt und der gesamte Boden vorbereitet und umgegraben für die Pflanzsaison. Das Projekt des Stadtteilgartens entstand aus der Initiative „Hamm´wir alles – Ein Stadtteil wird kreativ“. Gemeinsam mit der Unterstützung verschiedener Institutionen konnte das Stadtteilprojekt eines gemeinsamen Gartens in der Griesstraße verwirklicht werden. (mr)
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