Gemeinschaftsgarten wächst

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Hobbygärtnerin Christiane Bohn zwischen Blumen und Gemüse in ihrem kleinen Reich Foto: güb

Interkultureller Garten Billstedt offiziell eröffnet

Von Günther Brockmann
Billstedt. Auf dem Gelände in der Legienstraße 28 fand am Samstag ein Eröffnungs- und Sommerfest statt, in dessen Mittelpunkt kleine Gärten standen. Sie werden von Mitgliedern des Vereins Interkultureller Garten Hamburg-Billstedt e.v. bewirtschaftet. Zum ersten Mal haben die Gärtnerinnen und Gärtner in diesem Jahr ihre kleinen Gartenflächen bewirtschaftet. Zwischen zehn und 20 Quadratmeter sind die Gärten groß.
„Das Fest sollte allen Gelegenheit bieten, sich umzuschauen und zu bewundern, was alles dort angebaut werden kann. Wir sind stolz auf unsere kleinen Gärten“, sagte der Vorsitzende des Vereins, Friedrich Kröger. Ende 2010 wurde die Idee des Interkulturellen Gartens auf der Sitzung der Stadtteilinitiative „Hallo Billstedt“ geboren. Der hohe Migrationsanteil gab dem Projekt den nötigen Schwung. Im Mai 2011 wurde dann der Verein „Interkultureller Garten Hamburg-Billstedt“ gegründet.
Billstedt. „Im Frühjahr 2012 stellte das Bezirksamt ein Grundstück an der Legienstraße, das Teil eines Grünzugs war, zur Verfügung. Im Frühjahr 2013 ging es dann endlich mit der Bewirtschaftung der rund 1.000 Quadratmeter los. Was daraus geworden ist, wurde jetzt auf dem Fest präsentiert. Für Hobbygärtnerin Christiane Bohn ist der kleine Garten ein Geschenk:“ Ich habe hier Bohnen, Kohlrabi und Porree angebaut. Alles wächst prächtig. Der Vorteil ist für mich, dass ich weiß, wo mein Gemüse her kommt. Ich finde es gut, nur einen so kleinen Garten zu haben.“ Margret Schünemann pflichtet ihr bei: „Ich wohne in der Nachbarschaft und bin in zwei Minuten in meinem kleinen Garten. Die Größe ist überschaubar gut zu bewirtschaften. Ich mag gern Blumen und habe diese im Frühjahr gepflanzt und freue mich jetzt darüber. Rettich, Radieschen, Tomaten und andere Gemüsesorten habe ich auch angepflanzt. Toll finde ich, dass ich mich mit anderen Menschen austauschen und probieren kann, was sei so angepflanzt haben.“
Havva Schäfer: „Ich bin als gebürtige Türkin zweite Vorsitzende des Vereins. Für mich ist die Vielfältigkeit unserer Gemeinschaft wichtig. Jeder pflanzt das an, was er kennt. Jeder hat aber auch die Möglichkeit, von anderen Pflanz-
ideen einzuholen und diese selbst auszuprobieren. Ich habe eine bunte Blumenpracht angepflanzt, die beispielsweise Blattläuse davon abhält, die Gemüsepflanzen aufzusuchen.“ (güb)
u Infos unter
www.ikg-hamburg-billstedt.de
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