Hamburg: Bau schon wieder verschoben?

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Ein Stadtteilhaus für Horn, auf der Animation ist die „Horner Freiheit“ längst fertig Animation: Röhe/wb

Auf Horner-Freiheit-Baustelle ist seit Mai nichts passiert. Bezirk dementiert Verzögerung

Von Marco Thielcke
Horn Früh geplant, kurz darauf verschoben, kürzlich fest versprochen und nun doch wieder verzögert? Auf der Baustelle des Stadtteilhauses „Horner Freiheit“ hat sich seit dem ersten Spatenstich im Mai nichts getan. Nun wird bekannt: Die Ausschreibungen für die Bauarbeiten sind noch immer nicht abgeschlossen.
Die erneuerte Verzögerung erschwert jetzt auch weitere Planungen des Stadtteilhauses. Laut Karin Wienberg, Vorsitzende des Trägervereins Horner Freiheit, verlieren bereits die ersten Unternehmen die Geduld und wollen sich aus den Planungen zurückziehen. „Das betrifft die Inneneinrichtung, zukünftige Angebote im Haus und Investitionen, die durch die Baukosten nicht gedeckt sind“, sagt Wienberg.
Laut dem Bezirksamt Hamburg-Mitte gibt es aber keine Verzögerung. „In den nächsten Wochen werden wir Angebote sichten und Aufträge verteilen“, sagt Sorina Weiland, Pressesprecherin Mitte. Baustart soll im Oktober sein. Bisher hieß es immer, dass Baubeginn im Sommer ist. Dazu das Bezirksamt: „Das kommt immer darauf an, was man unter Baubeginn versteht.“ Viele Horner verstanden darunter den ersten Spatenstich auf dem Stadtteilfest. Bezirksamtsleiter Andy Grote sprach damals von „einem neuen Horn-Gefühl“, das mit dem neuen Stadtteilhaus entstehen soll. Karin Wienbergs Horn-Gefühl heißt „Geduld“. „Seit 2006 warten wir auf den Baubeginn“, sagt Wienberg.

„Wie erklären wir das den Stadtteil-Bewohnern?“ Karin Wienberg, Vorsitzende Trägerverein

Nachdem Ende November 2012 der einzige private Investor für das Stadtteilhaus, Andreas Feldhahn, Geschäftsführer der Gallo dux GmbH aus Hamburg, absprang, mussten Stadt und Bezirk einen neuen Finanzplan aufstellen. Im Januar stopfte der Bezirk das angeblich letzte Loch und stellte 200.000 Euro zur Verfügung. Doch seitdem ist nichts passiert. Karin Wienberg: „Wie erklären wir das den Stadtteil-Bewohnern?“
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