Hamburg: Buntes Projekt auf einen Blick

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Blüht auch im Winter: die Filzblume ist eines der Exponate

Ausstellung „Billstedts neue Masche“ noch bis Ende Januar im MGH zu sehen

Von Mathias Sichting
Hamburg. 140 Menschen beteiligten sich im vergangenen Jahr künstlerisch an „Billstedts neuer Masche“. Sie verschönerten mit Filz, Garn und Wolle den Marktplatz und die Kunstachse Öjendorfer Weg. Nach dem großen Erfolg der Aktion befindet sich das Projekt jetzt in einer weiteren heißen Phase. Im Mehrgenerationenhaus Billstedt können Interessenten ab sofort bis 31. Januar eine Fotoausstellung mit Bildern der Ergebnisse des Strickprojekts besuchen. „Es haben sich generationsübergreifend so viele Menschen beteiligt, dass wir das Projekt jetzt weiterdrehen wollen und versuchen, an den Erfolg aus dem Sommer 2013 anzuknüpfen. Die Billstedter können auf diese Art und Weise weiter teilhaben und sich an der Aktion erfreuen“, erklärt Mehrgenerationshausleiter Rainer Picker stolz. „Zuvor war die Schau im Adolf-Meyer-Haus und im Kulturpalast zu sehen. Es ist uns wichtig, dass die entstandenen Strickkunstwerke im Gedächtnis der Menschen bleiben. So lange das Interesse der Bürger vorhanden ist, lebt das Projekt weiter. Selbst nach über sechs Monaten. Das Betrachten der Fotos weckt heute noch Gefühle. Man schwelgt in Erinnerungen und tauscht sich über das Erlebte aus. Was gibt es Besseres?“
Die heitere Sonderausstellung umfasst zwölf Schautafeln und ist wochentags zwischen 10 und 13 Uhr geöffnet. „Wir sind in Gesprächen mit Partnern und anderen Einrichtungen. Wir schlagen einigen vor, die Schautafeln bei sich aufzustellen. Die Menschen sollen der Ausstellung über den Weg laufen. Wir suchen vor allem Räumlichkeiten mit viel Publikumsverkehr“, wirbt Picker. Der 52-Jährige weiter: „Teil der Ausstellung sind auch besondere Exponate, die wir hier sozusagen konservieren. Ansonsten ist es ja gewollt, dass sich Kunst verändert und vom Wetter beeinflusst wird. Das zeigt doch nur, dass unsere Kunst lebendig ist.“
Angelika Schlembach leistet gerade ihren Bundesfreiwilligendienst im Mehrgenerationenhaus ab. Sie war im vergangenen Sommer stark in das Projekt eingebunden. „Ich und meine elfjährige Tochter Amarachi haben wochenlang mitgestrickt. In dieser Zeit haben wir beide das tolle Miteinander der Generationen erlebt. Die jüngste Teilnehmerin war fünf Jahre jung, der älteste 90. Alle haben sich sehr gut ergänzt. Selbst die Jüngsten haben sich superklasse integriert. Das Wir-Gefühl in Billstedt wurde so merklich gestärkt“, schwärmt die 36-Jährige noch heute. „Laternenmasten, Fahrradpoller und Straßenschilder sieht man in einem geschäftigen Stadtteilzentrum nicht all zu oft so herrlich bunt geschmückt. Außer natürlich noch auf den schönen Fotos der Ausstellung.“ Übrigens: Billstedts neue Masche wurde vom Mehrgenerationenhaus organisiert und vom Bezirks-amt aus Mitteln der Integrierten Stadtteilentwicklung unterstützt.

Weitere Informationen zu der Wanderausstellung gibt es direkt im Mehrgenerationenhaus Billstedt, Merkenstraße 4, unter Tel.: 040 / 71 403 200, oder per Mail an mehrgenerationenhaus@doppelfisch.de
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