Hamburg: Das Geheimnis des gefallenen Kastens...

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Mit einem „Polizeiband“ versehen liegt der Verteilerkasten auf dem Bürgersteig. Jetzt soll er wieder aufgerichtet werden Foto: ms
Hamburg. Seit Anfang Dezember ist er Etta Krause (73) ein Dorn im Auge, der umgestürzte Verteilerkasten an der Hammer Landstraße. „Man kommt schwer an dem umgekippten Kasten vorbei. Er liegt ja mitten auf dem Gehweg. Hier ist der Radweg schon so schmal. Ein Wunder, dass hier noch nicht mehr passiert ist“, so die Rentnerin. „Nässe und Strom. Das verträgt sich doch auf Dauer nicht. An Silvester hatte ich große Angst, dass Böller und Raketen da reingesteckt werden und wir alle ohne Strom und Telefon dastehen.“

Für viele ein Ärgernis

„Wenn das wenigstens ein Tresor wäre. Aber so liegt das Ding ja nur im Weg rum“, schimpft ein weiterer Anwohner während eines Vor-Ort-Termins. „Da muss man schon mehr als Gewalt anwenden, um so einen Kasten umzustürzen.“
Das Polizeikommissariat 41 geht von einem Verkehrsunfall oder einer mutwilligen Sachbeschädigung aus, konnte den Fall aber auf Nachfrage nicht genau eingrenzen. „Das liegt zu lange zurück. Wenn man da keine genaue Vorgangsnummer hat, ist es schwer, den Vorfall zu ermitteln“, hieß es aus dem Kommissariat.
Nach Recherche des Hamburger WochenBlatts gehört der Kasten zum Kommunikationsunternehmen Kabel Deutschland. Auf Anfrage bestätigte das Unternehmen das Wissen um den Missstand. „Kabel Deutschland erhielt am gestrigen Tag (8. Januar, Anm. d. Red.) durch eine Meldung der Polizei Hamburg Kenntnis über den umgestürzten Verstärkerpunkt an der Hammer Landstraße. Daraufhin hat Kabel Deutschland unverzüglich Maßnahmen zu seiner Wiederherstellung in die Wege geleitet. Je nach Grad der Beschädigung kann dies wenige Tage in Anspruch nehmen. In diesem Fall handelt es sich um einen Verstärkerpunkt, der keine stromführenden Leitungen beinhaltet. Bei den Kabeln handelt es sich um so genannte Koaxialkabel und nicht um Stromkabel. Über diese Kabel werden die Signale für alle Dienste im Kabel transportiert. Trotz der äußerlichen Beschädigung ist die technische Funktionalität des Verstärkerpunktes weiterhin gegeben.“ Der Verstärkerpunkt wird also zeitnah wieder aufgestellt. Der Missstand behoben. Anwohnerinnen wie Etta Krause können dann wieder gefahrlos die Hammer Landstraße passieren. (ms)
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