Hamburg: Der Tod aus dem Fluss

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„Der Tod kam aus dem Fluss“ – der Cholera-Thementag hat ein ebenso gruseliges wie plakatives Mottobild

Thementag „Cholera in Hamburg“ auf der Wasserkunst Elbinsel Kaltehofe

Hamburg. Hamburg im Spätsommer 1892 – der Senat ist zögerlich, der Seuchenbeauftragte im Urlaub, und die Filtrationsanlage zur Trinkwasseraufbereitung auf Kaltehofe noch nicht fertig. Zudem sind die Wohnverhältnisse in Hamburg eng und die hygienischen Zustände katastrophal – das wird der Stadt zum Verhängnis. Es kommt zum Ausbruch der letzten großen Cholera-Epidemie Europas, die knapp 9.000 Menschen das Leben kostet. Die Lehre aus dem Schrecken des 19. Jahrhunderts kann man nun neu erleben – auf dem Thementag „Cholera in Hamburg“ auf der Wasserkunst Elbinsel Kaltehofe.
Die Wasserkunst Elbinsel Kaltehofe blickt mit dem WasserForum und dem Institut für Hygiene und Umwelt zurück in die Hamburger Geschichte und beleuchtet die Cholera aus verschiedenen Blickwinkeln. Wie konnte es zu dem epidemischen Ausbruch kommen? Welche nachhaltigen Konsequenzen hatte das Ereignis für die Stadt? Besucher erfahren, welche gesellschaftlichen und wissenschaftlichen Neuerungen heute schützen. Beim Bau von Wasserfiltern lernen sie die faszinierende Technik dessen kennen, was uns heute selbstverständlich erscheint: die Aufbereitung von sauberem Trinkwasser. - Das Ausstellungs-Erlebnis beginnt bereits mit einer Fahrt in einem historischen Schnellbus, einem
rosafarbenen Daimler-Benz Modell, dessen Ära 1984 zu Ende ging. Der kostenfreie Shuttlebus pendelt den ganzen Tag lang zwischen der S-Bahnstation Tiefstack, der Elbinsel und dem WasserForum. Vor Ort sorgen „Zitronenjette und Hummel“ für kurzweilige Abwechslung. (sdo)

Der Thementag findet statt auf der Wasserkunst Elbinsel Kaltehofe, Kaltehofe Hauptdeich 6-7, sowie im Wasser-Forum, Billhorner Deich 2.
Die Öffnungszeiten am Sonntag, 17. August, sind von 10-18 Uhr. Der Eintritt kostet Erwachsene 7,50 Euro, ermäßigt 6 Euro, für Kinder von 6 bis 18 Jahren nur 4 Euro
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