Hamburg: Die ganze Welt des Ehrenamts

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An zahlreichen Ständen können sich Besucher, wie dieses Bild von 2012 zeigt, über die Möglichkeiten des ehrenamtlichen Einsatzes informieren Foto: AGFW/wb

Am 26. Januar informiert die „Aktivoli-Freiwilligenbörse“ über Einsätze

Hamburg. Zu den guten Vorsätzen gehört bei vielen Menschen in der Metropolregion Hamburg, sich im neuen Jahr für das Gemeinwohl zu engagieren. Doch es ist gar nicht so einfach, die „richtige“ Aufgabe zu finden.
Wer auch darüber nachdenkt, 2014 mit viel Herz seinen Nächsten zu helfen, aber noch nicht weiß, wie, sollte sich den 26. Januar im Kalender dick markieren: Dann findet bereits zum 15. Mal die „Aktivoli-Freiwilligenbörse“ in der Handelskammer statt.
Dabei werden ehrenamtliche Tätigkeiten vorgestellt und oft schon umgehend an interessierte Bürger vermittelt. 2014 steht die Veranstaltung unter dem Motto „Wenn nicht jetzt, wann dann?“ Erwartet werden rund 6.000 Besucherinnen und Besucher in der „Welt des Ehrenamts“.

Von der Lesepatenschaft bis zum Umweltprojekt

Mehr als 160 gemeinnützige Organisationen haben sich angemeldet und vergeben rund 1.000 ehrenamtliche Jobs. „Oft werden aber weit mehr Ehrenamtliche vermittelt“, sagt Sandra Berkling von der Arbeitsgemeinschaft der Freien Wohlfahrtspflege (AGFW) Hamburg, die die Freiwilligenbörse organisieren. Für einen Großteil der Freiwilligenjobs ist laut Berkling keine Qualifikation nötig. Die Auswahl reicht von der Seniorenbetreuung, über Lesepatenschaften bis hin zu Umweltprojekten. Neben den Infoständen bietet die Veranstaltung auch Beratungen zum Thema Freiwilligenarbeit. Interessierte können sich bei Vorträgen über Rahmenbedingungen informieren und Fragen stellen. Für Unterhaltung ist bei der Börse ebenfalls gesorgt: Musiker und Schauspieler treten auf, zudem gibt es ein kostenloses Betreuungsprogramm für Kinder.
Die Aktivoli-Börse verzeichnete in den vergangenen Jahren großen Erfolg. „Seit 1999 haben über 50.000 Menschen die Börse besucht, ein Drittel der Besucher verlässt die Veranstaltung mit einer festen Zusage für einen Freiwilligenjob“, erzählt Jens Stappenbeck, Geschäftsführer der AGFW Hamburg, „der große Zulauf spornt uns an“. Die Freiwilligenbörse gehört zu einem engmaschigen Netz an ehrenamtlichen Engagement-Organisationen in Norddeutschland. Für Hamburg ist die AGFW mit im Boot, für Schleswig-Holstein das Ehrenamt-Netzwerk, für Bremen die Freiwilligen-Agentur und in Mecklenburg-Vorpommern das Deutsche Rote Kreuz.
Hinter der Arbeitsgemeinschaft der Freien Wohlfahrtspflege Hamburg wiederum steht ein Zusammenschluss verschiedener Spitzenverbände wie Arbeiterwohlfahrt, Caritasverband, Der Paritätische Wohlfahrtsverband, Deutsches Rotes Kreuz, Diakonisches Werk und die jüdische Gemeinde in Hamburg.
Die Möglichkeiten, sich einzusetzen, sind vielfältig, was sich schon an einigen beispielhaften Organisationen zeigt, die bei der Börse dabei sind: Alsterdorf Assistenzen Ost und West, Blindenstiftung, Engagement-Lotsen im Seniorenbüro, LAB, Seemannsmission Stella Maris oder Oxfam.
In einzelnen Vorträgen werden auch häufig gestellte Fragen beantwortet: Wie kann man sich trotz Job, Familie oder Studium engagieren? Gibt es Supervision, wenn man eine besondere Herausforderung annimmt? Für wen ist welche Hilfe geeignet, Stichwort Belastbarkeit zum Beispiel in der Unterstützung von Schwerkranken oder Menschen mit Behinderung. Am Ende soll jede und jeder das Ehrenamt finden, das dem Einzelnen liegt. (nas)

Sonntag, 26. Januar, von 11 bis 17 Uhr in der Handelskammer Hamburg, Adolphsplatz 1. Weitere Infos gibt es unter aktivoli-hamburg und www.facebook.com/AktivoliHamburg. Wer mehr zur länderübergreifenden Zusammenarbeit erfahren möchte, findet Informationen unter
www.ehrenamt-im-norden.de
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