Hamburg: Diese Straße ist der Hit!

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Als man in der Horner Landstraße noch alle 500 Meter tanken konnte und die Straßenbahn fuhr: die BP-Tankstelle bei der Nummer 194 im Jahre 1968 Quelle: Archiv der GW Horn

Wegen großer Nachfrage: Erneuter Diavortrag zur Horner Landstraße

Hamburg. Bei der ersten Präsentation des Vortrages im April waren die Hobbyhistoriker der Geschichtswerkstatt total überrascht: 35 Teilnehmer standen vor der Tür! Im kleinen Gemeinderaum der Martinskirche herrschte daraufhin kuscheliges Gedränge und wer später kam, musste leider wieder gehen - nichts ging mehr. Die gute Nachricht: Wegen des großen Erfolges wiederholt die Werkstatt den Vortrag.
Die Horner Landstraße war schon lange vor der ersten urkundlichen Erwähnung unseres Stadtteils im Jahre 1306 eine „vielbefahrene“ Straße. Es gab damals nämlich im Hamburger Stadtbereich keine Brücke über die Elbe, so dass der gesamte Verkehr in Richtung Süden zuerst einmal nach Osten bis hinter Lauenburg führte, wo es eine seichte Elbstelle gab, die man ohne Brücke oder Fähre überqueren konnte.

Hier stand der „Letzte Heller“

Die reichen Hamburger Kaufleute erkannten schon bald, dass man mit den Billauen ein hervorragendes Fleckchen für die sommerlichen Landhäuser gefunden hatte. So säumten - für damalige Zeiten - imposante Villen die Horner Landstraße, immer wieder unterbrochen von Gasthäusern. Diese waren teilweise weit über Hamburgs Grenzen hinaus bekannt, wie etwa der Schinkenkrug mit seiner – Achtung! - Blutegelbörse oder der „Letzte Heller“ mit dem größten Biergarten der Stadt. Der Garten bot bis zu 2000 Besuchern Platz, die auch zahlreich aus der Großstadt mit den Pferdeomnibussen und später der Straßenbahn direkt bis vor das Lokal fuhren. 1841 eröffnete der damalige Wirt Schardel Berg hier den ersten deutschen Zoologischen Garten, lange bevor Hagenbeck auf die Idee kam, exotische Tiere öffentlich auszustellen.
Die Villen und Parks, das Wohnhaus der Freiheitskämpferin Anna Lühring, den ersten Laden von Fahrrad Pagels, den Verkaufstresen von Eisenwarenladen Mauer, das Straßenbahndepot, den Zoo und die ersten Industrieansiedlungen lässt die Geschichtswerkstatt Horn mit einem 90-minütigen Lichtbildervortrag in Archivbildern wieder auferstehen. (wb)

Die Zeitreise startet am Donnerstag,12. Juni um 19 Uhr im Gemeindehaus der Martinskirche. Eintritt: 4 Euro pro Person.
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