Hamburg. Ehrung für Klaus Stürmer

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Gerhard Delling (v.l.), Uwe Seeler und Joachim Lehmann vor der Gedenktafel für Klaus Stürmer Foto: güb

Uwe Seeler enthüllte Gedenktafel für ehemaligen Mannschaftskameraden

Von Günther Brockmann
Hamburg. Der TSV Glinde hatte Uwe Seeler zu Gast. „Uns Uwe“ war nach Glinde gekommen, um die Gedenktafel für Klaus Stürmer, zu enthüllen. „Wir waren seit unserer Jugend die dicksten Freunde. Mit Klaus verbinden mich die schönsten Jahre beim HSV. Wir haben uns blind verstanden, Jeder von uns hat geahnt, welcher Spielzug als nächster dran ist. Das Tor für den HSV war dann ganz selbstverständlich“, erinnerte sich Uwe Seeler. „Klaus war einer der ganz großen Fußballspieler in Deutschland. Er ist viel zu früh von uns gegangen“, fügte Seeler hinzu.
Klaus Stürmer, der im August 1935 in Glinde geboren wurde, spielte in den Jugendmannschaften des TSV Glinde von 1946 bis 1953 und wechselte mit 18 Jahren zum Hamburger SV, für den er 159 Ligaspiele absolvierte und dabei 114 Tore schoss. Gemeinsam mit Uwe Seeler und Charly Dörfel bildete er über viele Jahre das legendäre Angriffstrio des HSV. 1960 errang er mit dem HSV die Deutsche Fußballmeisterschaft.

Auch für die Nationalmannschaft

Er bestritt auch zwei Spiele für die Deutsche Nationalmannschaft. 1962 wechselte Klaus Stürmer zum FC Zürich und galt damals für viele als bester Ausländer im Schweizer Fußball. Der erfolgreichste Fußballer des TSV Glinde verstarb 1971 nach kurzer schwerer Krankheit und wurde in seiner Heimatstadt Glinde beerdigt.
Zur Erinnerung an Klaus Stürmer wurde ein Fußballspiel zwischen den Altliga-Herrenmannschaften TSV Glinde und HSV ausgetragen. Zur Verstärkung der Glinde spielte der bekannte Sportmoderator Gerhard Delling beim TSV Altliga Glinde mit. „Wir haben zwar am Ende 8 : 1 verloren, aber trotzdem eine gute Leistung gezeigt. Die HSV Fußballer haben das Spiel sehr ernst genommen und uns gezeigt, dass sie einmal große Kicker gewesen sind. In der zweiten Halbzeit habe ich meine Mannschaft ein bisschen umgestellt und da konnten wir etwas besser mithalten. Kurz vor Schluss des Spiels hat Reinhold Zucht eine Flanke genutzt und das Ehrentor für die Glilnder erzielt“, berichtet Manfred Bremer, Trainer des Altliga-Teams.

TSV braucht neuen Rasen

Das ganze Fußballgeschehen am Sonnabend stand im Zeichen des Kunstrasen-Projektes des TSV Glinde. „Wir brauchen insgesamt rund 600.000 Euro für unseren neuen Kunstrasen. Die Einnahmen aus dem Fußballereignis haben weiteres Geld in unsere Kasse gespielt. Auch das Vorspiel für das Altherrentreffen zwischen der D-Jugend TSV und HSV gehörte zu unserem Programm. Das Publikum hat toll zu uns gehalten und die heimischen Mannschaften mit viel Beifall belohnt“, sagte Frank Gabbert, Leiter der Fußballabteilung des TSV Glinde.
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