Hamburg: Jetzt wird’s goldig an der Elbe

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So war die Gold-Box in Münster zu sehen Foto: Modu-lorbeat

Entenwerder-Projekt mit Pavillon und Segelschule vor dem Start

Von Silvia Stammer
Hamburg. Was glänzt golden, liegt im Keller einer Modefirma in Rothenburgsort und ist voraussichtlich ab Frühjahr 2015 an der Elbe zu sehen? Die „Goldene Box“, eine begehbare Skulptur, stattliche elf Meter hoch, 16 Meter breit.
Der Lochblech-Pavillon des Architekturbüros Modulorbeat war vor acht Jahren Teil einer Kunstschau in Münster. Bald soll er sichtbares Zeichen für einen neuen öffentlich zugänglichen Ort am Wasser in Hamburg sein.
Nach rund neun Jahren Vorlaufzeit ist es voraussichtlich im Frühjahr so weit: Ein Teil der ehemaligen Zoll-Pontonanlage vor dem Entenwerder Elbpark in Rothenburgsort wird durch eine Kaffeeklappe (so hießen die traditionellen Kioske im Hafen) und eine Segelschule für Kinder zum neuen Hotspot am Wasser. Der schimmernde Pavillon soll schon von weitem darauf hinweisen. Treibende Kraft des Projektes ist Thomas Friese (71, „Thomas i-Punkt“), dessen hochwertige Mode nicht in einer chinesischen Textilfabrik, sondern seit Jahrzehnten in einem Fabrikgebäude in Rothenburgsort von teils langjährig beschäftigten Mitarbeitern produziert wird.
Wie ihr Vater ist auch Alexandra Friese (47) trotz Widrigkeiten und hohen Aufwands von dem Ponton-Projekt überzeugt. „Das ist ein Stück Hamburg, das die Hamburger für sich neu entdecken können.“ Als „Entenwerder Elbpiraten“ sollen dort künftig Kinder aus Familien mit kleinem Geldbeutel segeln lernen können. „Mit der Grundschule Rothenburgsort sind wir dazu im Gespräch.“ Für die gute Verankerung im Stadtteil sorgen weitere Mitglieder im eigens gegründete Elbpiraten-Verein, unter anderem Pastor Frank Engelbrecht und Pastorin Cornelia Blum.

Es geht „Stromaufwärts“

Dass Thomas Friese den richtigen Riecher und ein Herz für junge Leute hat, bewies er bereits mit der Skaterhalle „Skateland“ an der Spaldingstraße. Das Entenwerder-Projekt bekommt inzwischen verstärkt Unterstützung von der Stadt. So hält es Bezirksamtsleiter Andy Grote für einen wichtigen Bestandteil in der Stadtentwicklungsstrategie „Stromaufwärts“ (das Wochenblatt berichtete). Geplant ist eine Aufwertung des gesamten Elbparks. Rund eine Million Euro wurden bisher für das Pontonprojekt bereitgestellt. Auch die Frieses steckten viel Zeit und Geld hinein, schließlich wurde eine historische Brücke gekauft und saniert, die Goldbox gekauft. Alexandra Friese hofft nun auf Sponsoren für die noch fehlenden 150.000 Euro. Pläne für Rothenburgsort gibt es noch genug. Eine Hafenfährenverbindung, Elbpark-Terrassen oder sogar ein Schwimmbad sind angedacht. Alexandra Friese: „Wir machen schrittweise weiter.“ (sta)
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