Hamburg: Kleine im Helfen ganz groß

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Mit Abfalltüten und Handschuhen ausgestattet sammelten die Grundschüler aus der Archenholzstraße Müll

„Hamburg räumt auf“ - Aktion startete in Grundschule Archenholzstraße

Von Karen Grell
Hamburg. In jedem Jahr findet die Auftaktveranstaltung zu „Hamburg räumt auf“ mit der Umweltsenatorin Jutta Blankau und dem Geschäftsführer der Stadtreinigung, Rüdiger Siechau, an einer anderen Schule statt. Jetzt war die Grundschule Archenholzstraße dran, die zum gemeinsamen Startschuss extra einen Müll-Song getextet hatte. „Wo soll der Müll bloß hin“, fragten sich die Grundschüler in ihrem Lied, bevor sie sich mit Mützen und Abfalltüten ausgestattet zusammen mit Schulleiterin Antje Weber entlang des Schleemer-Baches ans Müll sammeln machten. Ein Wagen der Stadtreinigung stand anschließend direkt vor der Schule bereit, um den gesammelten Abfall entgegen zu nehmen. Der Staffelbesen von „Hamburg räumt auf“ überreichte eine Schule aus Delmenhorst traditionell der Senatorin. Was alles in den Gebüschen schon vor der Schule zu finden war, schien den Fünf- bis Zehnjährigen unglaublich. „Wir haben ganz viele Bierflaschen mit Pfand gefunden“, wundern sich Ali und Adriano, die wissen, dass man Geld wiederbekommt, wenn man Pfandflaschen zurückbringt. Jede Menge Zigaretten, Verpackungen von Fußballsammelkarten und Bierdeckel, passend zu den Flaschen, lagen in den Grünflächen am Parkplatz neben der Grundschule. Einen ganz besonderen Fund machten Omar, Justin und Hany, die am Bach eine Plastiktüte ausgruben, von der zuerst nur ein kleiner Zipfel zu sehen war. Alte Kofferradios waren hier vergraben worden und „das wird wohl ein Dieb dort versteckt haben“, vermuten die drei Jungs. In den Abfallwagen der Stadtreinigung konnten die Radios allerdings nicht entsorgt werden, denn „dies ist Sondermüll“, so Justin, der vermutet, dass unter der Erde bestimmt noch mehr eingebuddelt wurde. Betül sammelt an diesem Morgen mit, weil „es gut für die Umwelt ist und sie ganze Welt sauber sein sollte“. Und Spaß machte es den meisten Kids von der Archenholzstraße auch noch.

Verein und Center riefen auf

Der Bürgerverein Billstedt und das Billstedt Center hatten am Sonnabend zum Müllsammeln aufgerufen. Unter den Sammlern waren auch viele Kinder und Jugendliche die der Umwelt etwas Gutes tun wollten. „Hier liegen so viele Flaschen im Gestrüpp“, muss der kleine Sebastian feststellen, der mit seiner Mutter gekommen war. Joshua hat sich für den Müll Zeit genommen, weil er Billstedt sauberer sehen möchte und „Meine Freundin hat heute keine Zeit, die ist mit einem anderen verabredet“, kam noch hinzu. „Wir wohnen hier und uns nervt der viele Dreck“, meinen Yelda und Sophia. Koordinator der Veranstaltung, Andreas Sonnek, teilte die Gebiete ein und freute sich über so viel Engagement in Billstedt. Im Anschluss gab es für die fleißigen Helfer eine warme Suppe und viele dankende Worte. (kg)
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