Hamburg: „Wünsch dir was“ für den Schulhof

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Alina, Sawsan, Semial, Linus und Emre freuen sich schon auf ihren neuen Schulhof, der spätestens im Herbst fertig werden soll. Fotos: cm

Schaukel, Karussell und Snack-Bar: Kinder der Ganztagsschule Osterbrook liefern Ideen

Von Christa Möller
Hamburg. Grau, trist, kahl. Dieser Schulhof könnte eine Auffrischung gut gebrauchen: Teerbelag, kaum Spielangebote und das aufgemalte Hüpfspiel sowie die ABC-Schnecke beugten sich dem Hamburger Wetter und sind so gut wie verschwunden. Immerhin gab es einen Lichtblick für die Ganztagsschule Osterbrook. „Für 2021 war eine Sielbaumaßnahme geplant. Dann sollte der Schulhof umgestaltet werden“, erläutert Schulleiter Erhard Müller. Jetzt hat sich herausgestellt, dass der Sielbau vorgezogen werden kann – zur Freude der 230 Vor- und Grundschulkinder, die die 1931 erbaute dreizügige Schule mit zweizügiger Vorschule besuchen.
Denn wenn der Pausenhof noch in diesem Jahr in Angriff genommen wird, gibt es Fördergelder aus dem Topf der Stadtentwicklungsbehörde für das Osterbrookgebiet. 100.000 Euro werden dafür bereitgestellt. Weitere 100.000 Euro muss die Schulbehörde zahlen. Davon muss allerdings auch der Sielbau bezahlt werden. Wie teuer der wird, ist noch offen. Die Planungen für die Umgestaltung laufen. Schul- und Hortleitung, die Projektleiterin Anita Heyde von der Stadtentwicklungsbehörde sowie das Büro raum + prozess und nicht zuletzt die Sielbauer haben dabei ein Wörtchen mitzureden. „Wer letztendlich in dieser Runde nicht fehlen darf, sind die Schüler“, sagt Sarah Schlorke, die als Erzieherin auch für Bewegung und aktive Pausen zuständig ist.
In den vergangenen Tagen griffen 38 Kinder im Rahmen eines Projekttages zu Bastelmaterialien und fertigten in kleinen Gruppen insgesamt acht phantasievolle Modelle für ihren zukünftigen Schulhof. Erzieherin Katja Wiesner hatte zuvor ein Modell der Schule gebaut, an das sich die Modellplatten sozusagen andocken lassen, so dass sich jeweils ein plastisches Bild der verschiedenen Planungsbeispiele ergibt. Vielfältige Wünsche der Schüler wurden während des Projekts deutlich. Unter anderem sehnen sich die Kinder nach einem schöneren Fußballplatz „mit Boden aus Gummi und Tornetzen, überdacht wegen Regen, und damit der Ball nicht wegfliegt“, sagt der sechsjährige Linus. Aber auch die drei Neunjährigen Emre, Sawsan und Semial sowie die zehnjährige Alina haben bestimmte Vorstellungen davon, was der perfekte Schulhof bieten muss: „Seilbahn, Gokart-Bahn, Kletterwand, Rutsche, Schaukel, Karussell, Snack-Bar…“ Nicht alles wird sich realisieren lassen, aber sicher so einiges. Landschaftsarchitekt Thomas Wüsten wird die Ideen der Kinder soweit wie möglich in seine Planungen einfließen lassen.
Anfang April werden die Ergebnisse dem Quartiersbeirat vorgestellt. Diese Präsentation wird auch die Bewohner des Quartiers begeistern. Viele Eltern nutzen den Schulhof regelmäßig mit ihren Kindern zum Spielen.
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