Hamburger Retter brauchen mehr Platz

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Das Billstedter Team der Lebensretter war bei der 24-Stunden-Regatta dabei. Die DLRG sucht ein neues Vereinsheim für seine Aktivitäten Foto: Grell

Der DLRG fehlen vernünftiger Schulungsraum und Bootshaus

Von Karen Grell
Billstedt
Bei jeder größeren Veranstaltung auf der Alster, vom Kirschblütenfest bis zur 24-Stunden-Regatta des Akademischen-Segel-Vereins sind sie vor Ort: Die Lebensretter von der Deutschen Lebensrettungsgesellschaft (DLRG), die dafür sorgen, dass niemand ertrinken muss, der sich auf oder ins Wasser begibt. Auch Anja Kleinschmidt, Vorsitzende der DLRG Wandsbek, gehört seit Jahren zum Team und weiß, wie wichtig die Aufgabe für sie und ihre Kollegen ist. Nicht jeder könne gut schwimmen, und gerade auf der Alster sei da professionelle Unterstützung ein Muss. „Wir organisieren auch Schwimmkurse in der Schwimmhalle in Billstedt“, erklärt die Rettungsschwimmerin.

Immer weniger Kinder können schwimmen

Leider gebe es immer mehr Kinder, die heute nicht mehr von Haus aus Schwimmen lernen, und da sei es absolut notwendig, diesen Unterricht anzubieten. Wer sich dann über das Seepferdchen bis zum Gold-Abzeichen hocharbeitet, kann am Ende sogar zum Lebensretter ausgebildet werden.

Tolles Gefühl, im Notfall helfen zu können

Alexander Dürk (16) und Leah Bartosch (15) aus Billstedt haben diesen Weg gewagt und tragen jetzt selber die orangefarbene Rettungsausrüstung vom DLRG, die sie richtig stolz macht. „Es ist ein tolles Gefühl, im Notfall helfen zu können“, finden Leah und Alex, die schon die kleinen Kids im Billstedter Hallenbad trainieren. Immer wieder ist Alexander Dürk begeistert von den Gesichtern der Kleinen, „wenn die endlich ihr Seepferdchen-Abzeichen auf dem Badeanzug tragen dürfen.“ Auch bei der 24-Stunden Regatta auf der Alster waren die beiden im Rettungsboot dabei und durften die Manöver der Segler beobachten, immer mit dem Blick auf das Unvorhersehbare.

Hobby stärkt Selbstbewusstsein

Eigentlich war Alexander Dürk selbst einmal Schwimmschüler bei der DLRG, hatte aber schnell bemerkt, dass er dort „auf jeden Fall weitermachen möchte“. Später hat er sogar seine Eltern infiziert, und seit mehreren Jahren ist nun die ganze Familie unter den Lebensrettern. „Wir haben viele Jugendliche, die zu uns kommen, weil sie einfach Spaß am Helfen haben und gern auf dem Wasser sind“, beschreibt Anja Kleinschmidt die Motivation der jungen Menschen, die zu ihnen stoßen: „Bei uns finden sie eine feste Aufgabe, ein richtiges Hobby und bekommen gleichzeitig ein ganzes Stück Selbstbewusstsein dazu.“

Wandsbek-Gruppe sucht Räume

Ein großer Traum der DLRG-Wandsbek-Gruppe wäre ein eigenes Vereinshaus, in dem die Theorie-Stunden gegeben werden könnten und das für die regelmäßigen Treffen eigentlich unbedingt notwendig wäre. „Zurzeit sind wir in Bramfeld in einer Zweizimmerwohnung untergebracht“, bedauert auch Michael Aldag-Kleinschmidt, der sich über mindestens 70 Quadratmeter freuen würde – möglichst mit einem Außenbereich für die Rettungsboote.

Weitere Infos: DLRG Wandsbek
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