Hamm: Kreisverkehr für mehr Sicherheit

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Ist hier viel Verkehr, kommen Fußgänger kaum auf die andere Seite Foto: Frank Berno Timm

Fußgänger sollen besser über Straße kommen

Hamm An der Kreuzung Diagonal-/Wendenstraße soll ein Kreisverkehr angelegt werden. Ursprünglich hatte der Regionalausschuss Horn/Hamm/Borgfelde/Rothenburgsort einen Zebrastreifen empfohlen. Wann mögliche Arbeiten für einen Umbau der Straße beginnen, ist offen. Der Weg ist begehrt: Wer mit dem Auto aus Richtung Bergedorf kommt und in den Süden der Stadt will, nimmt den Schleichweg durch die Diagonalstraße, um sich den Umweg über das Berliner Tor zu sparen. Auch von Wandsbek und Hamm rollt eine ziemlich große Fahrzeugkolonne durch die Diagonalstraße südwärts – alles natürlich auch in die andere Richtung. An der Kreuzung Wenden-/Diagonalstraße erhebt sich die „Hansaburg“ – in der ehemaligen Papierfabrik arbeitet heute ein berufliches Bildungszentrum. Auf demselben Grundstück sind neue Wohnungen, die Hansa-Terrassen, entstanden. Nur wenige Schritte entfernt liegt die Grundschule Osterbrook. Aus der Wenden- in die Diagonalstraße fährt die HVV-Buslinie 130 (Burgstraße – Billbrook – Billstedt), ein klassischer Berufsverkehrsbus. Der Verkehr nimmt also zu. Diese Situation hat auch den Regionalauschuss Horn/Hamm/Borgfelde/Rothenburgsort beschäftigt. Im Februar erteilten dessen Mitglieder den Auftrag, zu prüfen, ob ein Zebrastreifen eingerichtet oder eine so genannte Sprunginsel gebaut werden kann, mit der eine Straße in zwei Etappen überquert wird. Die Abgeordneten wiesen damals darauf hin, dass die Diagonalstraße südlich von der Wendenstraße in eine schlecht einsehbare Kurve übergeht. Der Beschluss ging der Straßenverkehrsbehörde der Polizei für eine Stellungnahme zu. Diese stellte fest, dass die Kreuzung von Kraftfahrzeugen der Anwohner und des Berufsverkehrs stark frequentiert, die geltenden 50 km/h Höchstgeschwindigkeit eingehalten würden und die Kreuzung keine Unfallhäufungsstelle sei. Die Fahrbahnen beider Straße sind auch mit bis zu zwölf Metern sehr breit, durch den ständigen Fahrzeugverkehr gibt es Probleme für Fußgänger, sicher auf die andere Seite zu kommen. Die Polizei hat nach eigenen Angaben die Fußgänger gezählt und festgestellt, dass die Voraussetzungen für einen Fußgängerüberweg (FgÜ) vorliegen – in der Diagonalstraße allerdings nur nördlich der Kreuzung. Ein solcher FgÜ wäre aber auch in der Wendenstraße nötig, damit die Leute sicher zur Bushaltestelle kommen. Weil aber der Platz insgesamt nicht ausreicht, zwei Wege sinnvoll in der Nähe der Kreuzung anzulegen und auch die anderen Verkehrsteilnehmer zu ihrem Recht kommen zu lassen, schlägt die Polizei vor, einen Kreisverkehr mit Fußgängerüberwegen an allen Zu- und Abfahrten anzulegen.

Planung kann beginnen


Das Bezirksamt ergänzte, man könne nicht sagen, ob eine Realisierung im Haushalt 2016/17 angeschoben werden könne, entsprechende Planungen „werden voraussichtlich Ende dieses Jahres bzw. Anfang nächsten Jahres angeschoben“. In der Bezirksversammlung wurde dieser Beschluss ohne Widerspruch zur Kenntnis genommen, damit kann die Planung beginnen. (fbt)
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