„Hammtrara“: Stadtteil aus Pappe

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Mit riesigen Pappen wird der Stadtteil Hamm nachgebaut. Die Bürger sind aufgerufen, sich an dem Projekt zu beteiligen Foto: Röhe

In einer neuen Mitmach-Ausstellung entsteht Hamm mal anders. „Blick schärfen“

Hamm. „Uns ist es wichtig, dass jeder Besucher alte Fotos, selbstgemachte Collagen oder Plakate mitbringt und sich aktiv an der Ausstellung beteiligt“, sagt Doreen Samolewicz von der Gruppe „Raum für Ideen“. Mit „Hammtrara – ein Stadtteil macht auf sich aufmerksam“ soll mit der Ausstellung am dritten Juni-Wochenende das Ziel erreicht werden, sich mit dem Stadtteil aktiv auseinander zu setzen und einen neuen Blick auf Hamm zu entwickeln. „Im Zentrum der Ausstellung steht eine begehbare Skulptur aus 68 Pappstelzen, die einen vereinfachten Grundriss von Hamm bildet“, erklärt Architekt Peter-Karsten Schultz und ergänzt: „Wir werden auf dem Boden Orientierungshilfen wie Straßen und Flüsse einzeichnen.“
Die Skulptur soll von den Ausstellungsbesuchern aktiv gestaltet werden. Doreen Samolewicz bringt es auf den Punkt: „Im Unterschied zum Museum ist Anfassen und Mitmachen ausdrücklich erwünscht.“ Warum für Kunst und Kultur immer in andere Stadtteile fahren, dachten sich Anette Betyna, Doreen Samolewicz, Peter Holst-Glöss und der Architekt Peter-Karsten Schultz. Die Idee einer Erlebnis- und Mitmach-Ausstellung war geboren.

Den Blick für den
Stadtteil schärfen

Die Gruppe „Raum für Ideen“ entwickelt Ansätze, die Wahrnehmung und Aneignung von Hamm durch seine Bewohner zu fördern, Aktivitäten zu starten, die dem Stadtteil mehr Identität geben, die Lebendigkeit des Stadtteils entwickeln, das kreative Potenzial zu aktivieren und Menschen im Stadtteil zusammenzuführen.
Im ersten Schritt geht es darum den Blick auf Hamm zu schärfen und den Stadtteil zu entdecken. „Raum für Ideen“ ist Teil der Statteilinitiative Hamm´ wir alles – ein Stadtteil wird kreativ.

Jedermann
kann mitmachen

In den Räumen im Horner Weg 60-62, Ecke Caspar-Voght--Straße, sind alle Hammer eingeladen, Erinnerungen an den Stadtteil an die Pappstelzen zu bringen.
Kinder können zudem ihre Ansichten zu Hamm zeichnen. Dabei sollen individuelle Stadtpläne von Hamm entstehen, die ebenfalls Teil der Ausstellung werden. Gruppen aus Hamm, wie die „Grünen Hammer“ oder die „Biographiegruppe Hamm“ stellen sich vor. Der Schriftsteller Stefan Kraschon wird am Sonntag, dem 16. Juni, Geschichten über den Stadtteil lesen. Ein Besuch lohnt sich auch für Hammer, die noch ein letztes Mal in die alten Räume eines Lebensmittelhändlers gehen und in Erinnerungen schwelgen möchten. Denn: Nach Ablauf der Veranstaltung weicht das Gebäude einem Neubau unter anderem für Sozial- und Eigentumswohnungen.
Die Ausstellung wird mit Unterstützung der Bezirksversammlung Hamburg Mitte und einzelner Sponsoren realisiert. Der Besuch der Ausstellung und Veranstaltungen ist kostenlos. (mr)
Öffnungszeiten der
Ausstellung: noch Sonnabend, 15. Juni, 14-17 Uhr und Sonntag 16. Juni,
11-17 Uhr, akutelle Programminformationen unter
www.hammtrara.de
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