„Horner Freiheit“ bleibt

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Das Stadtteilzentrum „Horner Freiheit“ wird nicht abgerissen, wie Gerüchte sagen Foto: Jenssen
 
Gemeinsam gegen Gerüchte: Hanna Waeselmann Alexander Wilke Foto: Jenssen
Hamburg: Am Gojenboom 46 |

Hamburger Hochbahn und Stadtteilzentrum in Horn gemeinsam gegen Gerüchte

Von Martin Jenssen
Horn
Mit einem Gerücht soll aufgeräumt werden: Das erst vor gut 15 Monaten eröffnete neue Stadtteilzentrum Horns, die „Horner Freiheit“, das sich zum wichtigsten Treffpunkt des Stadtteils entwickelt hat, wird nicht abgerissen (das Wochenblatt berichtete). Keiner der Mieter in der „Horner Freiheit“ wird das Gemeindezentrum verlassen müssen, auch nicht die Arbeiterwohlfahrt. Es hatte sich auch das Gerücht verbreitet, dass die Horner Arbeiterwohlfahrt (Awo) in die leerstehenden Geschäftsräume an der Kreuzung Bauerberg/Horner Landstraße umziehen würde. Das stimmt nicht, wie nun die U4-Beauftragte der Hochbahn, Hanna Waeselmann und Koordinator der „Horner Freiheit“, Alexander Wilke, gegenüber dem Wochenblatt klar stellten.

Einschränkung durch U-Bahn-Bau

Fakt ist allerdings: Der U-Bahn-Bau wird mit großen Einschränkungen für die gesamte Nachbarschaft der Haltestelle Horner Rennbahn verbunden sein. Eine Alternative für die Streckenführung der U4 von der Horner Rennbahn zur Dannerallee steht für die Planer nicht zur Debatte. Andere Anschlüsse an die Haltestellen Rauhes Haus oder Legienstraße wurden verworfen, da die Schienen für die Strecke zur Horner Geest in großen Bögen verlegt werden müssten. Die U-Bahn könnte in den dann entstehenden Kurven nicht die für die Kosten-Nutzen-Rechnung erforderliche Geschwindigkeit von 80 Stundenkilometer erreichen.

Vier Jahre Bauzeit

An der Haltestelle Horner Rennbahn entsteht ein komplexes Kreuzungsbauwerk mit einem eingleisigen Bahnsteig südlich der schon bestehenden Haltestelle. Für die rund 2,6 Kilometer lange Strecke auf die Horner Geest sind zwei Haltestellen vorgesehen. Unter der Manshardtstraße entstehen die Haltestellen Dannerallee und Stoltenstraße. Die Anwohner an der Horner Freiheit und der Manshardtstraße werden während der etwa vierjährigen Bauzeit zahlreiche Einschränkungen in Kauf nehmen müssen. Parkplätze werden knapp, da der Park-and-Ride-Parkplatz „Am Gojenboom“ als Gerätefläche genutzt wird. Der Verkehr auf der Rennbahnstraße und der Manshardtstraße wird stark beeinträchtigt. Gebäude und Bäume werden weichen müssen. Eine Vollsperrung der U2 wird für mehrere Monate notwendig sein.

Bauvariante noch offen

Noch ist nicht klar, welche Bauvariante umgesetzt wird.Betroffene können erst 2019 Einwendungen einreichen. Bis dahin sollen aber schon vorab möglichst viele Probleme entschärft werden. „Bei unseren Planungen arbeiten viele Experten mit, darunter sind Architekten und Verkehrsexperten. Sie werden sich mit vielen Details beschäftigen. Zum Beispiel werden sie Konzepte erarbeiten, wie der Zugang zur Horner Freiheit während der Bauzeit auch für ältere Menschen erreichbar bleibt“, sagt Hanna Waeselmann. Auch die Terrasse des neuen Cafés an der Horner Freiheit soll möglichst wenig unter Einschränkungen leiden. Der Baubeginn der U-Bahn soll im Herbst 2019 erfolgen.

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