Individuelle Hilfe für Langzeitarbeitslose

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Susanne Hüttenhain (Projektleitung AM Fluss, v.l.)), Bettina Rosenbusch (Billenetz), Jan Karadas (VHS) Foto: Mayer

Bildungsnetzwerk Billenetz leitet das Projekt „AM Fluss“

Von Friederike Mayer
Billstedt/Horn
Es riecht nach frischer Farbe. Erst Anfang März ist das Projekt „AM Fluss“ in die Räume am Schiffbeker Berg 5 gezogen. Hier, mitten in einer Billstedter Wohnsiedlung, unterstützt das Projekt Langzeitarbeitslose beim Weg zurück in die Arbeitswelt, berät und begleitet sie. „Unser Angebot ist niedrigschwellig“, sagt Bettina Rosenbusch vom Billenetz, „wir laden die Menschen ein, mit uns ins Gespräch zu kommen, gemeinsam einen Weg zu finden, wie sie den Schritt in Richtung Arbeit schaffen können.“ Das Bildungsnetzwerk führt das Projekt gemeinsam mit der Volkshochschule (VHS), in Kooperation mit dem Bezirksamt Hamburg-Mitte durch, ein weiterer Standort ist in Osdorf-Lurup. Finanziert wird es mit Mitteln aus dem europäischen Sozialfonds, dem Bundesbauministerium und der Sozialbehörde. Das Angebot richtet sich an Menschen ab 27 Jahren, die seit mindestens einem Jahr arbeitslos sind.

Beratung, Begleitung und Bildungsangebote


Die Projektpartner haben unterschiedliche Schwerpunkte. So ist das Billenetz hauptsächlich für die Beratung zuständig, hilft bei der Arbeitssuche, bei Bewerbungsschreiben oder einer beruflichen Neuorientierung. „Wenn gewünscht gehen wir auch zum Vorstellungsgespräch mit“, sagt Rosenbusch. Ganz im Sinne des Projektnamens „AM Fluss“, der für „aufsuchend und motivierend“ stehen kann, gehen die Mitarbeiterinnen in Einrichtungen wie Eltern-Schulen oder Nachbarschaftstreffs und beraten dort. Die VHS dagegen bietet Bildungsangebote und Kurse an, wie eine Fahrrad- oder Kunstwerkstatt, Yogakurse, einen Computer-Treff oder eine Stilberatung. Manchmal gehe es auch nur darum, dass die Teilnehmer so erst einmal Selbstvertrauen fassten, um dann wieder eine berufliche Perspektive zu sehen, erklärt Jan Karadas von der VHS. Das Angebot richtet sich nach dem Bedarf. „Wir haben zum Beispiel mehrere Männer beraten, die gut Deutsch sprechen, es aber kaum schreiben konnten – dann hat meine Kollegin spontan einen Deutsch-Schreibkurs gemacht“, sagt Rosenbusch. Individuell auf die Bedürfnisse eingehen zu können, das ist eine der Stärken des Projekts – und eine Möglichkeit, die weit über das hinausgeht, was etwa das Jobcenter leisten kann. „Wir setzen da an, wo die Menschen Stärken und Fähigkeiten mitbringen und versuchen sie auf ihrem weiteren Weg zu unterstützen“, sagt Susanne Hüttenhain vom Bezirksamt und betont, dass man offen sei für Kooperationen mit weiteren Einrichtungen.

Die Teilnahme an dem Projekt ist kostenlos und freiwillig. Interessierte können Sabine Virchow (VHS), Telefon 427312083 oder das Billenetzunter Telefon 21902194 kontaktieren
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